Ausgeprägte Soft Skills für Personal aus der Finanzbranche immer wichtiger

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Persönlichkeit ist Trumpf. Sowohl bei der Stellensuche als auch bei den entscheidenden ersten Monaten im neuen Job nehmen die persönlichen Kompetenzen eine immer gewichtigere Position ein. Zu dieser Einschätzung gelangte fast die Hälfte der über 6.000 Personal- und Finanzmanager, die für die aktuelle Studie Workplace Survey von Robert Half International in 17 Ländern befragt wurden. Gerade wenn es darum geht, neue Mitarbeiter in ein Unternehmen einzubinden, gibt es noch erhebliches Optimierungspotenzial – und das nicht nur auf Seiten der Arbeitnehmer. Auch die Arbeitgeber könnten besser zu einem gelungenen Start beitragen.

Die Anforderungen an das Personal in der Finanzbranche sind nicht nur in fachlicher Hinsicht hoch: Neben dem beruflichen Wissen werden gut ausgeprägte Soft Skills immer wichtiger, wenn die Bewerbung und der berufliche Neuanfang erfolgreich werden sollen. An erster Stelle der persönlichen Kompetenzen, auf die deutsche Personal- und Finanzmanager bei ihren neuen Mitarbeitern Wert legen, steht deren Kommunikationsfähigkeit (35 Prozent).

Ausgezeichnetes Branchenwissen schätzen 29 Prozent der Studienteilnehmer als wichtigste Eignung neben dem fachlichen Know-how, während die Fähigkeit, sich anzupassen auf Platz drei der meistgenannten Kompetenzen steht. Damit zeigen die deutschen Personal- und Finanzmanager einen größeren Hang zur Individualität als ihre internationalen Kollegen, bei denen die Anpassungsfähigkeit als wichtigstes Soft Skill erachtet wird.  

Aller Anfang ist schwer


Trotz hervorragender fachlicher und persönlicher Eignung fällt vielen Arbeitnehmern der Start in einen neuen Job nicht leicht. Ein Grund für das anfängliche Fremdeln ist häufig die fehlende Unterstützung am Arbeitsplatz. So bestätigen 49 Prozent der Finanz- und Personalmanager, dass in ihren Firmen keine speziellen Einführungsprogramme für neue Mitarbeiter existierten.

Über ein eigenes Angebot, das kürzlich Eingestellte die ersten Monate kontinuierlich begleitet, verfügen lediglich 15 Prozent der Unternehmen, während es in weiteren 20 Prozent einen speziellen Einführungstag oder eine ähnliche Initiative gibt. Im internationalen Vergleich hinken die deutschen Arbeitgeber damit eher hinterher. Weltweit ermöglichen deutlich mehr Unternehmen ihren Angestellten einen sanften Start in den neuen Job und lediglich 36 Prozent vertrauen auf den Sprung ins kalte Wasser.

Anfängerfehler


Ein misslungener Jobeinstieg liegt jedoch nicht immer nur an den Unternehmen. Vielmehr scheitern neue Mitarbeiter häufig daran, bei offenen Fragen keine Ratschläge oder Anleitung von Kollegen sowie Vorgesetzten einzuholen. Die Angst der neuen Kollegen vor der eigenen Unsicherheit stellt fast ein Viertel der Studienteilnehmer fest. Jeweils 13 Prozent der Befragten monieren dagegen, dass sich die neuen Kollegen nur schlecht ins Team integrieren sowie zu viele fachliche Fehler begehen. Diese resultieren möglicherweise daher, dass die Mitarbeiter versuchen ihre Probleme allein zu lösen und sich nicht trauen, fremde Hilfe in Anspruch zu nehmen.
 
„Kommunikative Fach- und Führungskräfte mit der Bereitschaft, sich in ein Team zu integrieren, haben aus unserer Erfahrung wesentlich geringere Startschwierigkeiten,“ bestätigt Sven Hennige, Managing Director Central Europe beim spezialisierten Personaldienstleister Robert Half, die Studienergebnisse. „Allerdings sollten auch Arbeitgeber noch mehr tun, um neuen Mitarbeitern die Einarbeitungsphase zu erleichtern und sie vom ersten Tag an voll einzubinden.“

 

Quelle: Robert Half, „Workplace Survey“ 2008


Top 3 der Anfängerfehler neuer Mitarbeiter


1. Fordern bei Bedarf keine Unterstützung/Anleitung an
2. Integrieren sich nicht ins Team
3. Begehen viele fachliche Fehler


www.roberthalf.de


Erstellt von am 26.11.2008
Quelle:  Robert Half Finance & Accounting
Bild:  © PantherMedia / Yuri Arcurs

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