Lexikon - Die wichtigsten Begriffe rund um ERP-Software

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Warenwirtschaft
Materialwirtschaft 
Die Warenwirtschaft und Materialwirtschaft ist ein Aufgabengebiet der Betriebswirtschaftslehre und beschäftigt sich mit der Verwaltung und der zeitlichen, mengenmäßigen, qualitativen und eventuell auch räumlichen Planung und Steuerung der Materialbewegungen innerhalb eines Unternehmens und zwischen dem Unternehmen und seiner Umwelt. Sie koordiniert den Warenfluss zwischen Lieferanten, Kunden, Bedarfsträgern (z.B. Produktion) und den Lagern. In produzierenden Unternehmen stellt sie die Versorgung der produzierenden Bereiche mit direkten Gütern wie Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, Zulieferteilen und Halbfabrikaten sowie allgemein die Versorgung mit indirekten Gütern wie Büroartikel, Ersatzteile oder Serviceleistungen sicher.

 

Rechnungswesen
Es handelt sich um ein Verfahren zur zahlenmäßigen Erfassung und Überwachung des gesamten betrieblichen Geschehens. Dabei ist die Buchhaltung verpflichtend und die  Kostenrechnung freiwillig. Als Unternehmer ist man verpflichtet, Belege zu sammeln und Aufzeichnungen zu führen und diese sieben Jahre aufzubewahren.

 

Gewinn- und Verlustrechnung Sie bildet gemeinsam mit der Bilanz den Jahresabschluss als wesentlichen Teil der externen Rechnungslegung eines Unternehmens. Sie listet Erträge und Aufwendungen des Unternehmens für einen bestimmten Zeitraum und weist den unternehmerischen Erfolg als Unterschiedsbetrag aus. Sie ist nach zwei Methoden aufstellbar:
  • dem Gesamtkostenverfahren, 275 Abs. 2 HGB, oder
  • dem Umsatzkostenverfahren, 275 Abs. 3 HGB.

 

Bilanzierung  Ist ein Bestandteil des Jahresabschlusses für ein Unternehmen. Sie stellt zusammen mit der Gewinn- und Verlustrechnung den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens in einer Vergangenheitsbetrachtung dar. Die Bilanz ist grundsätzlich zu einem definierten Zeitpunkt, dem Bilanzstichtag zu erstellen.

 

Lohnbuchhaltung
Unter Lohnbuchhaltung versteht man die gesamte Abwicklung der Lohn- und Gehaltsabrechnungen eines Unternehmens.

 

Fakturierung
Ist ein Vorgang im Rechnungswesen, bei dem für die Kunden eine Rechnung über erfolgte Lieferungen und/oder Leistungen erstellt wird. Bei der Fakturierung erfolgt auch eine Buchung des Geschäftsfalls auf den dafür vorgesehenen Konten.

 

CRM
CRM steht für Customer Relationship Management. Es handelt sich um eine bereichsübergreifende, IT-unterstützte Geschäftsstrategie, die auf den systematischen Aufbau und die Pflege dauerhafter und profitabler Kundenbeziehungen abzielt. Durch dieses System soll der Marktanteil eines Unternehmens erhöht und die Kundenzufriedenheit gesteigert werden. Und außerdem eine Segmentierung des Kundenstamms erreicht werden. Eine zentrale Erfassung der Daten bietet den Vorteil, Kosten zu reduzieren. 

 

Anlagenbuchhaltung Die Anlagenbuchhaltung erfasst und verwaltet die langlebigen Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens eines Unternehmen (§ 247 HGB).

 

ERP
ERP steht für Enterprise Ressource Planning und es handelt sich um eine betriebswirtschaftliche Software, die in jedem Betrieb oder Unternehmen eingesetzt werden kann.

 

ERP II  Die neuste Generation von Business-Software, die mit dem Begriff «ERP2-Software» bezeichnet wird, ermöglicht es den Modulen untereinander zu kommunizieren. Gemeint ist, dass das Enterprise Ressource Planning Modul (ERP) mit dem Customer Relationship Management Modul (CRM), mit dem Supply Chain Management Modul (SCM) miteinander in Verbindung stehen. So können Informationen automatisch abgeglichen werden und sie sind in «real-time» verfügbar. Es kann dadurch über die Unternehmens-grenzen hinaus gesehen und agiert werden.

 

Finanzbuchhaltung Sie ist ein Teilbereich des betrieblichen Rechnungswesens. Alle unternehmensbezogenen Vorgänge, die sich in Zahlenwerten ausdrücken lassen, werden hier mit den Methoden der Buchführung sachlich und zeitlich geordnet erfasst, auf Konten verbucht und dokumentiert. Am Ende einer Rechnungsperiode (Monat, Quartal, Jahr) werden die Konten abgeschlossen und eine Bilanz sowie eine Gewinn- und Verlustrechnung erstellt, welche den Gewinn oder Verlust des Unternehmens gegenüber internen und externen Stellen nachweist. Die Finanzbuchhaltung ist für gewisse Unternehmens-formen verpflichtend.

 

Kreditorenbuchhaltung
Kreditor bedeutet Gläubiger von Lieferungen und Leistungen. Es handelt sich um eine Nebenbuchhaltung der Finanzbuchhaltung. Jeder regelmäßige Lieferant wird mit einem Kreditorenstammsatz erfasst. Jede Lieferung und jeder Rechnungseingang werden dann mit Referenz zur Stammnummer des Kreditors erfasst. Sie hat einen engen Bezug zum Beschaffungswesen insbesondere dem Einkauf.

 

Debitorenbuchhaltung
Als Debitor wird ein Kunde oder Schuldner bezeichnet. Die Debitorenbuch-haltung befasst sich mit der Erfassung und Verwaltung der noch offenen Forderungen eines Unternehmens. Der hierzu übergeordnete Führungs-bereich wird auch als Forderungsmanagement bezeichnet. Zusätzlich liefert sie wesentliche Informationen zur Verbesserung der finanziellen Lage. So werden regelmäßig Außenstände ab einer bestimmten Laufzeit (z.B. > 40 Tage) erfasst, um diese Information für das betriebliche Mahnwesen bereitzustellen und eine Einschätzung des finanziellen Risikos vornehmen zu können.

 

Business Intelligence
Der Begriff Business Intelligence auf deutsch Geschäftsintelligenz ist verhältnismäßig jung und wird uneinheitlich verwendet. Allgemein umfasst er die analytischen Konzepte, Prozesse und Werkzeuge, um Unternehmens- und Wettbewerbsdaten in konkretes Wissen für strategische Entscheidungen umzuwandeln. Es werden unternehmensinterne und externe Daten als Quellen herangezogen. Mit diesem Wissen können Unternehmen ihre Prozesse, Kunden- und Lieferantenbeziehungen profitabel machen und die gesamte Organisation steuern. Dadurch sollen Kosten gesenkt, Risiken minimiert und die Wertschöpfung vergrößert werden.

 

Konsolidierung  Als Konsolidierung wird das Zusammenfassen und Bereinigen von mehreren Jahresabschlüssen von Unternehmen in einem Konzernjahres-abschluss genannt.

 

Freizeichnungsklausel Ist eine Bestimmung in einem Vertrag, nach der ein Anbieter die Haftung oder die Erfüllung ausschließt.  

 

Transaktionskosten Sind die Kosten, die bei der Übertragung von Gütern von einem Wirtschafts-subjekt zu einem anderen entstehen.

Erstellt von Redaktion RWP am 07.05.2007

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