SOX im deutschen Mittelstand? – Stellt sich diese Frage wirklich?

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Bilanzfälschungen, Insidergeschäfte, mangelnde Kontrollen und persönliche Bereicherung des Managements: Durch kriminelle Machenschaften einstiger Börsenstars wie Enron, Worldcom und Parmalat entstanden Aktionären Vermögensverluste in Milliardenhöhe. Die Bilanzskandale von Flowtex und Comroad zeigten, dass auch deutsche Firmen vor Grossbetrug nicht gefeit sind.

Vor allem die USA haben schnell reagiert. Mit dem Sarbanes-Oxley Act (SOX) wurden die Anforderungen an die Richtigkeit der publizierten Finanzdaten massiv verschärft. Ziel ist es, die Qualität der Rechnungslegung nachhaltig zu verbessern. Die Strafen bei Missachtung sind empfindlich. Beteiligte müssen sich auf langwierige Haft und hohe Schadensersatzansprüche einstellen.

Das Gesetz gilt nicht nur für US-amerikanische Aktiengesellschaften, sondern auch für deren Töchter, sofern diese eine wesentliche Einheit der Muttergesellschaft verkörpern. Auch deutsche Unternehmen, deren Aktien in den USA gehandelt werden, fallen somit unter den Geltungsbereich. Aber es geht noch weiter: Werden Aufgaben im Rahmen eines Outsourcing an Dritte vergeben, so unterliegen auch diese Firmen den SOX-Regeln. Selbst wenn ein deutscher Mittelständler diese Voraussetzungen nicht erfüllt, könnte er bald betroffen sein. Denn sowohl Brüssel, als auch die deutsche Bundesregierung arbeiten an entsprechenden Richtlinien zur Corporate Governance.

Vorteile und Chancen gezielt nutzen
Zweifelsfrei ergibt sich durch die Umsetzung von SOX ein erheblicher finanzieller und organisatorischer Mehraufwand. Doch SOX bietet dem Mittelstand auch erhebliche Chancen. Abgesehen von einem verbesserten Standing am Kapitalmarkt mit entsprechend günstigeren Finanzierungsmöglichkeiten, entsteht ein wichtiges Instrument zur Best Practice-Orientierung. Die Einhaltung und Dokumentation der entsprechenden Richtlinien erlaubt es dem Management, Geschäftsabläufe transparenter zu machen.

Verbesserungsmöglichkeiten und Einsparpotenziale können damit schneller erkannt und realisiert werden. Mittelständische Unternehmen erhalten so ein internes Kontrollsystem, das Ihnen jederzeit Informationen über den aktuellen Status liefert und Risikoszenarien vorhält.

Unterstützung durch externe Experten
Wichtig ist eine sensible und zielorientierte Begleitung und Moderation des Umsetzungsprozesses, um die erstmalige Einrichtung einer SOX-konformen Rechnungslegung (IKS) zielgerichtet zu gestalten. Gerade bei kleinen und mittelständischen Unternehmen fehlt es jedoch oftmals an den hierzu erforderlichen personellen und zeitlichen Ressourcen sowie am nötigen Know-how der Mitarbeiter.

Erfahrene und unabhängige Experten können hier helfen, die Anforderungen des Sarbanes-Oxley-Acts effektiv und effizient umzusetzen und die sich daraus ergebenden Vorteile und Chancen für den Mittelstand optimal zu nutzen.


www.mfbresultants.com


Erstellt von am 05.09.2007
Quelle:  www.mfbresultants.com
Bild:  © adpic

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