Balanced Scorecard als Banken-Controlling-Instrument
| Autor: | Christiane Schappo |
| Bestellnummer: | 90014215 |
| Preis: | 28,00 EUR |
| Hochschule: | Fachhochschule Mainz Deutschland |
| Benotung: | 2 |
| Abgabedatum: | 01.02.2007 |
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Balanced Scorecard als Banken-Controlling-Instrument
Einleitung:
Banken befinden sich heute in einem sich rasch verändernden Wettbewerbsumfeld. Hinzu kommt, dass das Bankencontrolling von Durchsetzungsproblemen geprägt ist. Regelungen und Bedingungen haben sich wegen nationaler und internationaler Deregulierungen verändert. Durch die fortschreitende Globalisierung steigt der Druck durch die Konkurrenz. Zusätzlich steigen die Kundenansprüche stetig. Die zunehmende Bedeutung der Informationstechnologien sorgt außerdem dafür, dass die Anforderungen an das Management stark ansteigen.
Damit Banken diesen Bedingungen am Markt begegnen können, ist es sehr wichtig, die Fähigkeit zu entwickeln, sich schneller auf die variable Umwelt einzustellen. Dabei ist es notwendig nicht nur vergangenheitslastige sondern verstärkt auch nichtmonetäre, zukunftsgerichtete Kennzahlen einzusetzen bzw. auszuwerten. Strategische Erfolgsfaktoren sind zu identifizieren, die Marktorientierung ist auszubauen und die Ressourcen müssen zielgerichteter eingesetzt werden.
Eine gute Strategie allein genügt nicht, sie muss auch schnell und effizient umgesetzt werden. Da allerdings fast 90 Prozent der Unternehmen an der Implementierungsphase scheitern, wird deutlich, dass gerade hier ein höchst relevantes Problem des strategischen Managements besteht.
Vor diesem Hintergrund versuchten Robert S. Kaplan und David P. Norton ursprünglich ein Performance Measurement System zu entwickeln. Die daraus entstandene Balanced Scorecard reifte zu einem Instrument der Strategieimplementierung, welches versucht, Schwächen klassischer Führungsinstrumente auszugleichen. Zu nennen wären vor allem, dass wie bereits erwähnt, die klassischen Kennzahlen einen unzureichenden Zukunftsfokus besitzen. Das Reporting ist sehr verworren und der Planungsprozess zu kompliziert. Auch Ursache-Wirkungsbeziehungen wurden in den gängigen Führungsinstrumenten meist keine Beachtung geschenkt.
In der Berichterstattung, den Anteilseignern und potentiellen Investoren gegenüber, müssen zusätzlich auch nicht-monetäre Messgrößen als Indikatoren für die finanzielle Leistungsfähigkeit verwendet werden.
Ebenfalls ein Grund für die Suche nach einsatzfähigeren Managementsystemen war in Deutschland die Einführung des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz von Unternehmen (KonTraG), welches Aktiengesellschaften verpflichtet, ein Früherkennungs-Risikomanagement einzuführen.
Problemstellung:
Diese Diplomarbeit verfolgt das Ziel, das System der BSC als modernes Controllinginstrument vorzustellen und seine Tauglichkeit für den Bankeneinsatz zu ermitteln.
Es sollen die Möglichkeiten der Ausgestaltung und Realisierung einer BSC untersucht werden wobei neben betriebswirtschaftlichen insbesondere auch organisatorische Aspekte zu berücksichtigen sind.
Gang der Untersuchung:
Die Vorstellung der BSC geschieht zunächst durch die Betrachtung der theoretischen Hintergründe und Erläuterung diverser Begrifflichkeiten.
In Kapitel 2 wird die BSC mit ihrer historischen Entwicklung, den klassischen vier Perspektiven sowie möglichen Variationen betrachtet. Dieses Kapitel erläutert auch die Gründe für die Einführung der BSC als Controlling- bzw. Managementinstrument.
Im darauf folgenden Kapitel werden das Bankencontrolling mit seinen Aufgaben und Instrumenten sowie die Anforderungen an ein modernes Controllinginstrument und der Entwicklungsstand des Bankencontrollings betrachtet.
In Kapitel vier wird eine BSC für das Bankencontrolling entwickelt und Probleme näher erläutet.
Das nächste Kapitel befasst sich mit zwei verschiedenen Implementierungsvorschlägen am Beispiel einer Bank im Firmenkundensektor.
Das sechste Kapitel zieht ein Resümee der Praxistauglichkeit der BSC beim Bankeneinsatz und fasst die Vor- und Nachteile des Konzepts sowie wesentliche Erkenntnisse zusammen.