Performance Management im Beschaffungsbereich

Autor: Jeanette Bode
Bestellnummer: 90011569
Preis: 48,00 EUR
Hochschule: Fachhochschule Dortmund Deutschland
Benotung: 1
Abgabedatum: 25.06.2008
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Performance Management im Beschaffungsbereich


Einleitung:
Die Fähigkeit ein idealtypisches System zur Leistungsmessung und ?steuerung zu entwickeln, hat für jedes Unternehmen eine übergeordnete Bedeutung. Schon Kaplan/Norton drückten dies in einem Satz aus: ?If you can?t measure it, you can?t manage it.? Besonders in Hinsicht auf die dynamischen Veränderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen findet ein stetig wachsender Wettbewerbsdruck für Unternehmen statt. Zu diesen Veränderungen zählen z. B. die Internationalisierung der Märkte, der technische Fortschritt sowie die Verknappung und Verteuerung wesentlicher Rohstoffe. Daraus resultiert eine Zunahme an Komplexität, Dynamik und vor allem Diskontinuität für Unternehmen. Um die Leistung der Unternehmen zu verbessern, wird die Messung von relevanten Kennzahlen und ihre Steuerung immer wichtiger. Zusätzlich müssen die Unternehmen durch die dynamischen Entwicklungen neben dem Absatzmarkt auch den Beschaffungsmarkt betrachten.
Die zuvor genannten Veränderungen der Unternehmensumwelt sorgen schließlich dafür, dass der Beschaffungsbereich in den Fokus der strategischen Ausrichtung der Unternehmen rückt. Sie erkennen, dass die Beschaffung immer mehr eine wichtige Rolle für die Wettbewerbsfähigkeit und Existenzsicherung einnimmt. Der Kaufmannsspruch: ?Im Einkauf liegt der Gewinn.? wird für die Unternehmen ein immer entscheidender Wettbewerbsfaktor. Es findet eine wirtschaftliche Aufwertung der Beschaffung in Deutschland statt. Somit gehört die Beschaffung heutzutage zu den wesentlichen und ausschlaggebenden Komponenten einer Unternehmensstruktur. Die Beschaffung bietet z. B. die Möglichkeit Innovationen des betrachtenden Marktes aufzunehmen oder auch Innovationsprozesse bei Lieferanten auszulösen. Dadurch kann die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens gesteigert werden, um sich dem vielfältigen Wandel des Unternehmensumfeldes zu stellen. Des Weiteren kann in der Beschaffung ein großes Potenzial zur Kosteneinsparung liegen, wenn diese eine geringe Wertschöpfungstiefe und einen hohen Fremdbezugsanteil aufweist. Dadurch können Wettbewerbsvorteile leichter realisiert werden. Zudem ist der Aspekt der Globalisierung zu nennen, denn durch die Ausschöpfung von Weltmärkten und u. a. dem Vorhanden-sein von weltweiten Kommunikationssystemen ist folglich auch eine weltweite Beschaffung möglich. Durch diese globale Beschaffung stehen mehr Einkaufsquellen zur Verfügung, wodurch ein großes Kosteneinsparungspotenzial für Unternehmen entsteht. Voraussetzung für die optimale Beschaffung ist die Leistungsmessung.
Dabei stellt die Sicherung und der Ausbau von Erfolgspotenzialen sowie Informationen und Know-how einen entscheidenden Erfolgsfaktor dar. Die Entscheidungsträger benötigen genügend relevante und detaillierte Informationen, um Chancen und Risiken frühzeitig erkennen zu können und somit Potenziale aus der Beschaffung optimal für das Unternehmen zu nutzen. Demnach werden moderne Steuerungs- und Informationssysteme zur Messung der Beschaffungsleistung im Rahmen des Performance Managements benötigt. Durch das Performance Management und den Teil (-prozess) des Performance Measurements wird ein nachvollziehbares Steuern und Messen von Arbeitsergebnissen und Leistungen in der Beschaffung ermöglicht, sowie die Transformation der Beschaffungsstrategien in konkrete Aktionen. Dadurch kann die Leistung der Beschaffung kontinuierlich kontrolliert und verbessert werden, so dass eine Erhöhung des Wertschöpfungsbeitrages des Beschaffungsbereiches stattfindet.
Das Performance Management spielt bei Unternehmen eine immer größere Rolle. Sie erkennen, dass ein nachvollziehbares Messen von Arbeitsergebnissen und Leistungen mit den traditionellen bilanzorientierten Kennzahlensystemen schwer durchzuführen ist. Der Grund dafür liegt in der Fokussierung auf fast ausschließlich monetären Kennzahlen, wobei der Blick für die tatsächliche Leistung nicht vollständig transparent gemacht werden kann. Das Hauptaugenmerk liegt bei dem Performance Management auf nichtmonetären Kennzahlen. Zu diesen Kennzahlen gehören z. B. die Kundenzufriedenheit und die Mitarbeiterzufriedenheit. Zudem müssen in dem Beschaffungsbereich weitere Dimensionen und Perspektiven betrachtet werden. Hierbei ist vor allem die Betrachtung der Lieferanten und der Kunden zu nennen.
Gang der Untersuchung:
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Performance Management im Beschaffungsbereich. Insbesondere mit der Messung von Leistungskennzahlen innerhalb der Konzepte des Performance Measurements. Ziel der Arbeit ist es, Performance Management, vor allem die Messung von Performance, auf den Beschaffungsbereich zu beziehen. Dabei werden verschiedene Konzepte vorgestellt mit denen die Performance der Beschaffung gemessen und kontrolliert werden kann.
Die Arbeit gliedert sich in fünf Hauptteile. Die ersten beiden Teile gehen auf Begriffsdefinitionen und fundamentale Elemente ein. Der erste Teil ist der Klärung des Begriffes der Performance im Allgemeinen gewidmet. Im zweiten Teil werden dann grundlegende Elemente des Beschaffungsbereiches dargestellt. Dazu zählen die Aufgaben und Ziele der Beschaffung sowie Erklärungen zu dem Beschaffungsmarkt und der Beschaffungsmarktforschung.
In Kapitel drei werden zuerst alle Aspekte behandelt, die bei der Anwendung des Performance Managements zu beachten sind. Dazu gehört insbesondere das Performance Measurement, wobei die Begriffe der Kennzahlen und Kennzahlensysteme erörtert werden. Anschließend werden diese inhaltlichen Begriffsbedeutungen auf den Beschaffungsbereich bezogen. Zudem werden moderne Performance Measurement-Systeme mit den traditionellen Kennzahlensystemen verglichen, um entscheidende Unterschiede zwischen den Merkmalen darzustellen.
Auf Basis von Kapitel drei, beschäftigt sich Kapitel vier schwerpunktmäßig mit den Konzepten des Performance Managements bzw. des Performance Measurements. Es wird eine spezielle Auswahl an Konzepten dargestellt. Zu diesen Konzepten gehört die Balanced Scorecard, das Tableau de Bord, der Intellectual Capital-Ansatz und schließlich der Ansatz der Quantum Performance. In den Untergliederungen soll dann ein Bezug zu dem Beschaffungsbereich stattfinden. Es soll dargestellt werden, wie die Konzepte in der Beschaffung anzuwenden sind und welche monetären und nichtmonetären Kennzahlen verwendet werden können. Aus diesen Erkenntnissen wird dann eine vergleichende Bewertung gemäß verschiedener Kriterien der oben genannten Konzepten erfolgen.
Durch die Betrachtung der vier Performance Measurement-Konzepte werden unterschiedliche Erkenntnisse gewonnen. Diese gewonnenen Erkenntnisse werden anschließend im Schlussteil dargestellt. Dadurch können Empfehlungen getroffen werden, welches Konzept mit seinen Vor- und Nachteilen eine geeignete Form für die Leistungsmessung in der Beschaffung darstellt. Abschließend wird ein kritisches Resümee gezogen, wobei zusätzlich ein Ausblick auf zukünftige Entwicklungen gegeben wird.




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