Ein Vergleich in der deutschen Automobilindustrie
| Autor: | Daniela Melzer |
| Bestellnummer: | 90008544 |
| Preis: | 74,00 EUR |
| Hochschule: | Technische Universität Chemnitz Deutschland |
| Benotung: | 2 |
| Abgabedatum: | 10.10.2004 |
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Ein Vergleich in der deutschen Automobilindustrie
Einleitung:
In den letzten Jahren spielten innerhalb der Ökonomie und Betriebswirtschaft verschiedenste Methoden und Modeerscheinungen eine Rolle. Vom Lean Management und Lean Production über Outsourcing und Dezentralisierung bis hin zu Neuronalen Netzwerken und Genetischen Algorithmen wurde vieles betrachtet und mehr oder weniger erfolgreich in Unternehmen eingeführt. Allerdings hält sich seit Ende der 1990er Jahre recht hartnäckig die Idee der internen und externen Kontrolle von Unternehmen, besonders in Zusammenhang mit dem Corporate Governance Gedanken. Darüber hinaus liegen auch Begriffe wie interner und externer Betriebsvergleichs im Trend.
Schon in China war man sich früher folgender Weisheit bewusst. ?Kennst Du den Gegner und kennst Du Dich, so magst Du hundert Schlachten schlagen, ohne dass Dir eine Gefahr besteht. Kennst Du Dich, aber nicht den Gegner, so sind Deine Aussichten auf Gewinn oder Verlust gleich. Kennst Du weder Dich noch ihn, so wirst Du in jeder Schlacht geschlagen werden.? Dies lässt sich auch heute auf die strategische und operative Führung von Unternehmen ummünzen. Wer sein eigenes Unternehmen mit dem Konkurrenten vergleicht, kann sich im Wettbewerb besser auf die Mitbewerber einstellen.
Aus dieser Tatsache und dem Bemühen des dantotsu heraus vergleichen Unternehmen ihre eigenen Leistungen mit denen der Wettbewerber. Aus der historischen Betriebsstatistik und dem Betriebsvergleich entwickelte sich Ende der 1970er Jahre bei Xerox die Idee des Benchmarking. Eine Art Wiederbelebung des Betriebsvergleichs in modifizierter Form und unter anderem Namen.
Innerhalb dieser Arbeit sollen zunächst die deutschen Automobilunternehmen BMW Group und DaimlerChrysler hinsichtlich ihres finanziellen und ihres Unternehmensgesamterfolges mit Hilfe eines Betriebsvergleiches oder Benchmarkings analysiert werden. Dabei ist die Definition von Erfolg unterschiedlich. Henry Ford äußerte beispielsweise: ?Success is a matter of adjusting one's efforts to obstacles and one's abilities to a service needed by others.? Daher sollen in die Betrachtung qualitative und quantitative Fähigkeiten oder Faktoren einbezogen werden.' Zusätzlich soll der schwedische Hersteller Volvo betrachtet und dieselben Faktoren auch an diesem Unternehmen untersucht werden.
Gang der Untersuchung:
Innerhalb dieses Abschnittes soll nun kurz das Vorgehen innerhalb der Arbeit beschrieben werden. Zunächst dient eine Klärung des theoretischen Hintergrunds und der notwendigen Begrifflichkeiten als definitorische Grundlegung.
Anschließend werden die Gesichtspunkte der Betrachtung und des Vergleichs beschrieben, da eine vollständige Berücksichtigung aller Unternehmensbereiche im Rahmen dieser Arbeit nicht möglich ist. Im nächsten Abschnitt erfolgt eine Darstellung der beiden Automobilkonzerne mit Kennzahlen, Geschäftsfeldern etc. Außerdem werden die quantitativen und qualitativen Vergleichsmerkmale nacheinander an den konkreten Unternehmen analysiert. Zudem soll ein Stärken-Schwächen-Profil, eine Potenzial-Analyse-Matrix sowie eine Cash-Flow Berechnung zur Ermittelung des finanziellen Erfolges entstehen. Diese Bausteine dienen zum Ziel der Arbeit, den Gesamterfolg der Unternehmen zu vergleichen.
Ein Exkurs im folgenden Abschnitt blickt über die Grenzen der deutschen Konzerne hinaus und betrachtet den schwedischen Automobilhersteller Volvo. Analog zum vorherigen Abschnitt werden die Vergleichsmerkmale betrachtet und mit den deutschen Konzernen verglichen.
Als Abschluss werden die Ergebnisse des Vergleichs innerhalb eines eigenen Kapitels dargelegt. Darin soll zunächst dargestellt werden, welches der betrachteten Unternehmen das beste Gesamtergebnis und damit den größten Gesamterfolg für sich verbuchen kann. Außerdem wird erläutert, welche Umfeldbedingung und Situationen Einfluss auf den Gesamterfolg eines Unternehmens haben.
Bevor in den nächsten Abschnitten mit den Kernbegriffen gearbeitet und der Unternehmensvergleich durchgeführt wird, soll an dieser Stelle zunächst der theoretische Hintergrund für die Methoden Benchmarking und Unternehmensvergleich erläutert werden.
Häufig werden die Methoden der vergleichenden Unternehmens- oder Organisationsforschung mit dem situativen Ansatz oder dem Kontingenzansatz in Verbindung gebracht. Bei dieser methodischen Vorgehensweise geht man davon aus, dass verschiedene Situations- und Strukturmerkmale unterschiedlicher Unternehmen empirisch erfasst werden und ihre Ausprägungen miteinander verglichen.
Vom situativen Ansatz nach Staehle spricht man in der Organisationslehre, wenn man grundsätzlich davon ausgeht, dass alle Unterschiede zwischen Organisationsstrukturen auf Unterschiede in der Unternehmenssituation zurück zu führen sind. Die Kontingenztheorie oder auch contingency theory of organization nach Lawrence/Lorsch kennzeichnet demgegenüber, dass Unterschiede zwischen verschiedenen Arten von Organisationen vor allem die Folge unterschiedlicher Umweltbedingungen sind. Die Autoren versuchten mit dem Begriff ?contingency? die Abhängigkeit von bestimmten Faktoren oder Situationen zum Ausdruck zu bringen. Darüber hinaus geht Joan Woodward davon aus, dass die unterschiedliche Fertigungstechnologie die Vielfalt der Unternehmen begründet.
Frese beschreibt die Kontingenztheorie synonym zum situativen Ansatz durch folgende Aussage: ?durch einen Rückgriff auf einen sozialpsychologisch ausgerichteten Bezugsrahmen [wird] der Einfluss produkt- bzw. funktionsorientierter Strukturen auf Einstellungs- und Verhaltensvariablen?? untersucht.
Hinsichtlich der Aufgabenstellung dieser Arbeit bedeutet dies, die Unternehmen DaimlerChrysler, die BMW Group und der Volvo Konzern begründen ihre Unterschiedlichkeit in ihrem unterschiedlichen Umfeld, der verschiedenartigen Unternehmenssituation und der vielfältigen Unternehmenstechnologie.
Beim Vergleich der Unternehmen erfolgt daher im Kapitel 3.2 eine Darlegung der in die Analyse aufgenommenen Bereiche, zu denen vor dem oben genannten Hintergrund auch Umfeld, Unternehmenssituation und Technologie gehören. In den Kapiteln 4 und 5 erfolgt anschließend die Anwendung auf die jeweiligen Vergleichsunternehmen.
Inhaltsverzeichnis:
|Abbildungsverzeichnis|IV
|Abkürzungsverzeichnis|VI
1.|Rechtfertigung der Themenstellung|1
1.1|Die Idee und Ziel der Arbeit|1
1.2|Das Vorgehen|2
1.3|Theoretischer Hintergrund|2
2.|Grundlegende Klärung der Begrifflichkeiten|4
2.1|Definition des Erfolgs|4
2.1.1|Erfolg|4
2.1.1.1|Eine Klassifikation der Erfolgskriterien|4
2.1.1.2|Das Problem der Erfolgsmessung|6
2.1.2|Ein Lösungsvorschlag - Der finanzielle Erfolg|8
2.1.3|Das Ergebnis - Der Gesamterfolg|9
2.1.3.1|Begrifflichkeit|9
2.1.3.2|Qualitative und quantitative Faktoren|9
2.2|Die Analyse|10
2.2.1|Konkurrenz- und Unternehmensanalyse|10
2.2.2|Konkurrenzanalyse nach Porter|12
2.3|Die Thematik des Vergleichens|14
2.3.1|Unternehmens- und Betriebsvergleich|14
2.3.2|Benchmarking und Benchmark|16
2.3.2.1|Begriffsentstehung und historischer Hintergrund|16
2.3.2.2|Definitionen|18
2.3.3|Die Arbeitsdefinition|19
3.|Abgrenzung der Untersuchungsschwerpunkte|22
3.1|Gewinnung von Informationen zur Erfolgsermittlung|22
3.2|Merkmale für den Vergleich|24
3.2.1|Allgemeine Strukturierung|24
3.2.2|Darstellung der Unternehmen|25
3.2.3|Umfeldbedingungen des Landes oder der Region|26
3.2.4|Stärken und Schwächen der Wettbewerber|28
3.2.5|Ziele und Strategien der Wettbewerber|31
3.2.6|Marktposition der Wettbewerber|34
3.2.7|Finanzieller Unternehmenserfolg|38
4.|Die deutschen Automobilkonzerne BMW und DaimlerChrysler|43
4.1|Darstellung der Unternehmen|43
4.1.1|Die BMW Group|43
4.1.1.1|Ein Abriss über die Entstehungsgeschichte|43
4.1.1.2|Wirtschaftliche und rechtliche Rahmenbedingungen der Bayrischen Motoren Werke Group|44
4.1.2|Der DaimlerChrysler Konzern|46
4.1.2.1|Ein Abriss über die Entstehungsgeschichte|46
4.1.2.2|Wirtschaftliche und rechtliche Rahmenbedingungen des DaimlerChrysler Konzerns|48
4.2|Umfeldbedingungen|52
4.2.1|Generelle/ Globale Umwelt|52
4.2.1.1|DaimlerChrysler in Stuttgart|52
4.2.1.2|BMW Group in München|57
4.2.2|Aufgabenumwelt|61
4.2.2.1|DaimlerChrysler Konzern|61
4.2.2.2|BMW Group|64
4.3|Stärken und Schwächen der Wettbewerber|67
4.3.1|Datenauswahl und Vergleich|68
4.3.1.1|Allgemeine Unternehmenscharakteristika|68
4.3.1.2|Angebotspotenzial|68
4.3.1.3|Finanzen|69
4.3.1.4|Distribution|70
4.3.1.5|Forschungs- und Entwicklungspotenzial|70
4.3.1.6|Beschaffung/ Einkauf|71
4.3.1.7|Personal|71
4.3.1.8|Kosten- und Erlösstruktur|72
4.3.2|Stärken-Schwächen-Profil|72
4.4|Ziele und Strategien der Wettbewerber|74
4.4.1|DaimlerChrysler|75
4.4.2|BMW|79
4.4.3|Zusammenfassung und Interpretation der Ziele und Strategien|81
4.5|Marktposition der Wettbewerber|83
4.6|Finanzieller Erfolg der Wettbewerber|85
5.|Exkurs: Der schwedische Automobilhersteller Volvo|89
5.1|Darstellung des Unternehmens|89
5.1.1|Ein Abriss über die Entstehungsgeschichte|89
5.1.2|Wirtschaftliche und rechtliche Rahmenbedingungen von Volvo|91
5.2|Umfeldbedingungen des Landes Schweden|94
5.2.1|Generelle Umwelt|94
5.2.1.1|Gesellschaftliche Umwelt|94
5.2.1.2|Politische Umwelt|95
5.2.1.3|Rechtliche Umwelt|95
5.2.1.4|Wirtschaftliche Umwelt|96
5.2.1.5|Technologische Umwelt|96
5.2.1.6|Ökologische Umwelt|97
5.2.2|Aufgabenumwelt|97
5.2.2.1|Kapitalgeber|97
5.2.2.2|Kunden|97
5.2.2.3|Arbeitnehmer|98
5.2.2.4|Lieferanten|99
5.3|Stärken und Schwächen des Unternehmens im Vergleich zu den deutschen Wettbewerbern|100
5.3.1|Datenauswahl und Vergleich|100
5.3.1.1|Allgemeine Unternehmenscharakteristika|100
5.3.1.2|Angebotspotenzial|100
5.3.1.3|Finanzen|101
5.3.1.4|Distribution|101
5.3.1.5|Forschungs- und Entwicklungspotenzial|102
5.3.1.6|Beschaffung/ Einkauf|102
5.3.1.7|Personal|102
5.3.1.8|Kosten- und Erlösstruktur|103
5.3.2|Stärken-Schwächen-Profl|103
5.4|Ziele und Strategien der Unternehmens im Vergleich zu den deutschen Wettbewerbern|104
5.5|Marktposition Volvos im Vergleich zu den deutschen Wettbewerbern|106
5.6|Finanzieller Erfolg des Unternehmens|108
6.|Resümee und Ausblick|110
6.1|Die Vergleichsergebnisse|110
6.2|Ermittlung des Gesamterfolges des Unternehmen|111
6.3|Ergebnis der Untersuchungen|112
6.4|Kritische Anmerkungen|114
|Literaturverzeichnis|VIII
|Internetquellen|XIV
|Unternehmenspublikationen|XV