Performancemessung, Performanceanalyse und Präsentation der Performance für institutionelle Investoren

Autor: Silke Rieder
Bestellnummer: 90013311
Preis: 38,00 EUR
Hochschule: Fachhochschule Wiesbaden Deutschland
Benotung: 1.3
Abgabedatum: 01.04.2009
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Performancemessung, Performanceanalyse und Präsentation der Performance für institutionelle Investoren


Einleitung:
Die Messung der Performance von Anlageprodukten gemeinsam mit der Beurteilung der Performanceleistung der Manager wurde in der Vergangenheit bereits in vielen Veröffentlichungen ausführlich behandelt. Die intensive Beschäftigung mit dem Thema ist im Vermögensverwaltungsgeschäft mit Privatkunden zum großen Teil durch die Institutionalisierung der Vermögensverwaltung bedingt, aber auch durch die Erbengeneration, die zum quantitativen Wachstum des angelegten Vermögens einen entscheidenden Beitrag liefert. In der institutionellen Vermögensverwaltung sind es vor allem die Globalisierung der Finanzmärkte und die zunehmende Komplexität der Finanzinstrumente, welche die Performancemessung und -analyse immer wieder vor neue Herausforderungen stellen. Ein weiteres Schrifttum zu diesem Thema zu erstellen erscheint insbesondere vor dem Hintergrund der drastisch veränderten Ausgangslage mit Zuspitzung der Finanzmarktkrise im Sommer 2008 als notwendig und wertvoll.
Laut einer Studie von Union Investment vom November 2008 steht für 70 Prozent der Investoren die Sicherheit der Anlage im Vordergrund. Ein Jahr zuvor war der Sicherheitsfaktor des Investments lediglich für 22 Prozent der befragten Investoren von höchster Wichtigkeit. Die Finanzmarktkrise, welche im Oktober 2008 beinahe täglich für neue negative Schlagzeilen sorgte, hat die Anleger in Bezug auf Ihre Risikoeinstellung sensibilisiert.
Wenn aus der Sicht der Investoren der Faktor Risiko an so gehöriger Relevanz zugenommen hat, sollte man davon ausgehen, dass diese Tatsache auch in der Performancemessung ausreichend berücksichtigt wird. Ziel der Arbeit ist es, mittels der Literatur die Fortschritte in der Entwicklung der risikoadjustierten Performancemessmethoden aufzuzeigen. Weiter wird untersucht, welche Performancemaße in der Praxis Anwendung finden.
Neben der Performancemessung dient den institutionellen Investoren die Performanceanalyse als weitere Entscheidungshilfe bei der Wahl des Investments. Welche Managementqualitäten für die erzielte Performance entscheidend waren ist hierbei von besonderem Interesse. In der Praxis der Performanceanalyse kann man bislang ein unterschiedliches Vorgehen beobachten. Es ist zu untersuchen, ob ein grundlegendes Konzept in der Performanceanalyse existiert, auf welches die Vielzahl der Analysemethoden zurückgeführt werden können. Zugleich soll der Ursache für das unterschiedliche Vorgehen nachgegangen werden.
Bei der Performanceanalyse spielt vor allem die Auswahl bzw. Konstruktion eines geeigneten Vergleichsmaßstabs (Benchmark) eine wichtige Rolle. Performanceergebnisse in Verbindung mit unpassenden Vergleichsportfolien betrachtet, führen ebenso zu Fehlinterpretationen, wie bei einem vollständigen Verzicht auf eine Benchmark. In den Prozess zur Festlegung der Benchmark sind i. d. R. mehrere Interessensgruppen involviert, welche oftmals unterschiedliche Anforderungen an die Benchmark stellen.
Nach der Performancemessung und der Performanceanalyse folgt die Darstellung der Ergebnisse gegenüber dem institutionellen Investor. An dieser Stelle sind das bekannte ?cherry picking? und der ?survivorship bias? Themen, die an einer sachgerechten Präsentation von Performanceergebnissen Zweifel aufkommen lassen.
Gang der Untersuchung:
Die Performancemessung wird zu Beginn der Ausarbeitung in Kapitel 2 bearbeitet. Nach einigen Annahmen und Hintergrundwissen zum Thema, werden in Abschnitt 2.2. traditionelle Performancemaße wie die Sharpe- oder die Treynor-Ratio analysiert. Auf der Kritik dieser Maße aufbauend, werden im Anschluss neuere Methoden wie die Performancemessung mittels der Sortino-Ratio oder der Risk-Adjusted Performance vorgestellt.
Der explizite Einbezug von Immobilien und Spezialfonds erscheint im Rahmen der Performancemessung essentiell, wenn man ihre wirtschaftliche Bedeutung für die institutionelle Anlegergruppe bedenkt. Daher werden in Unterabschnitt 2.3.5 sowohl einige praxisrelevante Immobilienkennzahlen aufgeführt, als auch Besonderheiten hinsichtlich der Performancemessung von Immobilien herausgearbeitet. Im Rahmen der Performancemessung bei Spezialfonds wird in Unterabschnitt 2.3.6 insbesondere das in diesem Bereich bewährte 4P-Prinzip vorgestellt.
Das Kapitel 3 befasst sich mit der Performanceanalyse und differenziert zunächst in Abschnitt 3.1 zwischen interner und externer Performanceanalyse. In Abschnitt 3.2 wird die Bedeutsamkeit der Attributionsanalyse hinsichtlich der Entscheidung für das aktive oder passive Management hervorgehoben, sowie das Rahmenkonzept der Attributionsanalyse vorgestellt.
Da im Bereich der Performanceanalyse Ranking- und Ratingagenturen einen bedeutenden Beitrag zur Beurteilung von Investmentfonds leisten, widmet sich ihnen Abschnitt 3.3 unter abschließender kritischer Hinterfragung ihres Schaffens und ihrer Rolle bezüglich der Finanzkrise. Im Nachgang zu den besagten Ranking- und Ratingagenturen, wird in Abschnitt 3.4 eine innovative Rankingmethode vorgestellt.
In Abschnitt 3.5 wird neben den Anforderungen an die Benchmark auf etwaige Interessenkonflikte zwischen den Adressaten der Benchmark eingegangen. Hierzu werden zwei Lösungsansätze aufgezeigt, die zu einer allseits akzeptierten Benchmark führen können.
Der Einfluss der Performanceanalyse innerhalb des Asset-Management-Prozesses wird in Abschnitt 3.6 anhand der Einführung einer relativ neuen Anlagestrategie betrachtet.
Zur Präsentation der Performanceergebnisse, womit sich das Kapitel 4 beschäftigt, existieren eine Reihe von Regularien. Die wichtigsten Regularien werden in Abschnitt 4.1 vorgestellt. Den zentralen Problemen des ?cherry pickings? und von ?survivorship bias? wird in den nachfolgenden Abschnitten 4.2 und 4.3 nachgegangen. Es wird beleuchtet, welche der in Abschnitt 4.1 aufgeführten Regularien diese Problematiken signifikant berücksichtigen.
Abschließend zieht Kapitel 5 für jeden der drei Teilbereiche (Performancemessung, Performanceanalyse und Präsentation der Performance) ein Resümee und wagt einen Ausblick in die Zukunft der Themengebiete.




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