Bildungscontrolling: Eine Darstellung an ausgewählten Kennzahlen und Praxisbeispielen

Autor: Lisa Fritz
Bestellnummer: 90017358
Preis: 38,00 EUR
Hochschule: Fachhochschule Regensburg Deutschland
Benotung: 1.3
Abgabedatum: 16.11.2011
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Bildungscontrolling: Eine Darstellung an ausgewählten Kennzahlen und Praxisbeispielen


Einleitung:
Das Thema Bildungscontrolling gewinnt immer mehr an Bedeutung, da Bildung von Arbeitnehmern bei vielen Unternehmungen als Schlüsselqualifikation angesehen wird. Gerade auch in Zeiten von schwacher wirtschaftlicher Konjunktur und starken Veränderungsprozessen in Gesellschaft und Wirtschaft kann die Anwendung von Bildungscontrolling dazu beitragen, sich durch diese Schlüsselqualifikation von anderen Wettbewerbern abzusetzen. Der Unternehmenserfolg kann durch wirksame und wirtschaftlich sinnvolle Weiterbildung gesteigert werden. Durch die Einbeziehung des Controllings u.a. mit der Messung des Nutzens von Bildung können die Bildungskosten und der Bildungsnutzen transparent gemacht, optimal geplant, analysiert und gesteuert werden.
In der vorliegenden Arbeit soll die Betrachtungsweise von Bildungscontrolling aufgezeigt und unter verschiedenen Aspekten beleuchtet werden. Zuerst erfolgen die Erklärung der begrifflichen Grundlagen sowie die Beschreibung des Aufbaus und der Anwendung des Bildungscontrollings. Im Gliederungspunkt Messbarkeit des Bildungserfolgs werden verschiedene Methoden und Instrumente zur Messung der Bildung dargestellt. Es wird auch ausführlich auf das Modell von Kirkpatrick eingegangen, der durch vier Evaluationsstufen die relevanten Aspekte der betrieblichen Bildung abdeckt und so die moderne Theorie und Praxis des betrieblichen Bildungscontrollings aufzeigt. Anhand ausgewählter Kennzahlen aus dem Bereich der Weiterbildung soll analysiert werden, welche Ausprägungen in der Praxis vorzufinden sind und wie die theoretischen Erkenntnisse umgesetzt werden können. Abgerundet wird dies in Kapitel sieben durch Beschreibung zweier Anwendungsbeispiele.
Die Aus- und Weiterbildung des Personals ist für viele Unternehmen mit beträchtlichen Kosten verbunden und bindet Ressourcen. Daraus ergibt sich eine Vielzahl von Fragen, die sich beispielsweise auf den Erfolg der Investitionen in das Bildungsmanagement, den konkreten Nutzen von Seminaren und Schulungsmaßnahmen sowie sich auf den Return on Investment von Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen beziehen. Diese sollen durch diese Arbeit (im weiteren Verlauf) geklärt werden. Zielsetzung der Arbeit ist es, das noch zum Teil unbekannte, komplexe Themenfeld ausführlich darzustellen und einen Überblick über das Bildungscontrolling zu geben. Das Bildungscontrolling genießt heute eine weitreichende Anerkennung, kommt jedoch vor allem in kleinen und mittleren Unternehmen nur selten zur Anwendung.
Zuerst werden einige begriffliche Grundlagen erläutert. Es wird auf die Herkunft und Definition des Bildungscontrollings eingegangen, sowie auf den Umfang der Kosten und Trends der Betrieblichen Weiterbildung. Nachfolgend werden noch die Ziele des Bildungscontrollings dargestellt.
Grundlegend stammt der Begriff Bildungscontrolling aus dem Personalbereich. Aus der unten stehenden Abbildung kann entnommen werden, dass das Bildungscontrolling ein Teil der Personalentwicklung darstellt, welches dem Personalcontrolling untergeordnet ist.
Die Personalentwicklung ist als personalwirtschaftliche Funktion ein wichtiger Bestandteil des Personalbereichs. Es umfasst die Aus-, Fort-, und Weiterbildung und allgemein die Mitarbeiterförderung die ebenso im Bildungscontrolling eine wichtige Rolle spielt. Generell werden Maßnahmen zur Förderung und Entwicklung aller Mitarbeiter eines Unternehmens darunter verstanden, die dazu beitragen den Unternehmenserfolg zu gewährleisten.
Das Bildungscontrolling entstand aus dem allgemeinen Controlling, welches in der Unternehmenspraxis entstanden ist. Nach Horvath lassen sich ?die Controllingaufgaben als eine Funktion erkennen, die durch die Koordination von Planung, Kontrolle sowie Informationsversorgung die Führungsfähigkeit von Organisationen zu verbessern hilft.? Nun soll das Controlling gemeinsam mit Blick auf das Bildungscontrolling betrachtet werden. Das Controlling betrachtet die Koordination von Planung, Steuerung, Kontrolle und Informationsversorgung unter betriebswirtschaftlichen Aspekten. Da diese aufgeführten Elemente ebenso eine wichtige Rolle bei Bildungsprozessen spielt, wurde versucht den Controllingbegriff auf die Bildungsprozesse zu übertragen. Dies gelingt oft durch Anwendung von Kennzahlen, wie es z.B. ein Soll-Ist-Vergleich ermöglicht. Allerdings sollte die rein quantitative und betriebswirtschaftliche Betrachtung des Bildungscontrollings durch die pädagogische Feinsteuerung ergänzt werden.




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