Bilanzanalyse am praktischen Beispiel der Metro AG
| Autor: | Michael Bollow |
| Bestellnummer: | 90015595 |
| Preis: | 38,00 EUR |
| Hochschule: | Universität Hamburg Deutschland |
| Benotung: | 1.3 |
| Abgabedatum: | 01.11.2010 |
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Bilanzanalyse am praktischen Beispiel der Metro AG
Einleitung:
Unternehmen haben über den Erfolg ihrer Geschäftstätigkeit und ihre wirtschaftliche Situation, insbesondere über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, mindestens einmal jährlich Rechenschaft abzulegen. Instrument dieser Rechenschaftslegung ist der Jahresabschluss. Dieser ist eine wesentliche Grundlage für die Beurteilung der Wirtschaftlichkeit und finanziellen Stabilität eines Unternehmens. Ob ein Unternehmensergebnis gut oder schlecht ist, lässt sich nicht ohne Weiteres aus dem Jahresabschluss ablesen, insbesondere nicht aus dem ausgewiesenen Gewinn oder Verlust. Das im Jahresabschluss ausgewiesene Jahresergebnis kann durch ungewöhnliche Einflüsse und vor allem stark durch die Bilanzpolitik des Unternehmens beeinflusst sein. Daher ist eine Analyse des Jahresabschlusses zwingende Voraussetzung, um zuverlässige Erkenntnisse hinsichtlich der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eines Unternehmens zu erhalten.
Seit dem 1. Januar 2005 sind kapitalmarktorientierte Konzernunternehmen mit Sitz innerhalb der Europäischen Union (EU) aufgrund der europäischen IAS-Verordnung verpflichtet, ihren Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) zu erstellen. Für europäische Konzernunternehmen, die bisher nach den US-amerikanischen Rechnungslegungsregeln (US-GAAP) bilanzierten, wurde die Verpflichtung zur Bilanzierung nach IFRS um zwei Jahre verschoben. Die IFRS sind eine Zusammenstellung von Standards, die nach und nach entwickelt worden sind. Dabei handelt es sich nicht um ein Regelwerk mit dem Anspruch auf vollständige Regelung aller Zweifelsfragen. Da ständig neue Standards entwickelt und übernommen werden, wird die Regelungsdichte jedoch zunehmend höher. Die IFRS bieten für die Bilanzanalyse eine deutlich bessere Datengrundlage als das deutsche Handelsgesetzbuch (HGB).
Während im HGB das Vorsichtsprinzip überwiegt, das zu einer Unterbewertung der Vermögenswerte und zu geringeren auszuweisenden Gewinnen führt, hat nach IFRS eine realistische, ?faire? Darstellung zu erfolgen. Die IFRS bemühen sich vor allem viel stärker um Aktualität in der Bewertung ? durch die vielfache Verwendung von Marktpreisen und Barwertansätzen bei Zukunftswerten. Auch die im deutschen Handelsrecht vorhandene steuerlich beeinflusste Bewertung von Vermögenswerten ist nach IFRS nicht zulässig. Dadurch erhält die Bilanzanalyse eine neue Chance, um die tatsächliche wirtschaftliche und finanzielle Lage von Unternehmen darzustellen.
Das Ziel dieser Arbeit besteht darin, den Konzernabschluss der Metro AG, der zum 31.12.2008 nach den IFRS aufgestellt wurde, zu analysieren und dadurch Erkenntnisse über die wirtschaftliche Lage des Konzerns zu gewinnen.
1.2, Vorgehensweise:
Der zuvor genannten Zielsetzung folgend ist die Arbeit in sechs Kapitel eingeteilt. Kapitel 2 ?Grundlagen der Bilanzanalyse? beschäftigt sich mit dem Begriff, dem Zweck und dem Ziel der Bilanzanalyse und den verschiedenen Arten von Bilanzanalysen. Des Weiteren wird in Kapitel 2 der Ablauf einer Bilanzanalyse erläutert und es werden mögliche Adressaten vorgestellt sowie die Grenzen einer Bilanzanalyse aufgezeigt. In Kapitel 3 wird eine Bilanzanalyse am praktischen Beispiel der Metro AG durchgeführt. Dabei werden in Kapitel 3 kurz die Rahmenbedingungen für die Bilanzanalyse aufgezeigt und für die eigentliche Bilanzanalyse die Daten des Jahresabschlusses 2008 der Metro AG aufbereitet. In Kapitel 4 wird auf Grundlage der aufbereiteten Daten eine finanzwirtschaftliche Bilanzanalyse und in Kapitel 5 eine erfolgswirtschaftliche Bilanzanalyse anhand von ausgewählten Kennzahlen durchgeführt. In Kapitel 6 werden die Ergebnisse der Bilanzanalyse ausgewertet.