Die Auswirkungen einer Umstellung auf internationale Rechnungslegung auf das Bonitätsrating nach BASEL II

Autor: Christian Kobler
Bestellnummer: 90009479
Preis: 68,00 EUR
Hochschule: Fachhochschule Kempten Deutschland
Benotung: 1.3
Abgabedatum: 30.09.2005
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Die Auswirkungen einer Umstellung auf internationale Rechnungslegung auf das Bonitätsrating nach BASEL II


Problemstellung:
Die beiden Schlagworte ?Basel II? und ?Internationale Rechnungslegung? waren für die deutsche Wirtschaft eine der bedeutendsten Änderungen in den Rahmenbedingungen der Unternehmen der letzten Jahre. Sowohl die Beratungsgesellschaften als auch die Unternehmen selber sahen in der Bewältigung dieser Einflüsse eine große Herausforderung. Neben der teilweise gesetzlichen Verpflichtung zu diesen revolutionären Schritten wollen die Unternehmen durch aktive Eigeninitiative Wettbewerbsvorteile für sich behaupten.
Betrachtet man den Kommunikationsfluss in der Wirtschaft, so tangiert die internationale Rechnungslegung den Informationsweg vom Unternehmen hin zur Öffentlichkeit. Die Art des Reportings wird durch die vorgegebenen Regelungen entscheidend geprägt. In diesem Zusammenhang ist eine Umstellung auf die internationalen Rechnungslegungssysteme IAS/IFRS oder US-GAAP denkbar.
Auf der anderen Seite finden die nach außen gegebenen Informationen Beachtung im sog. Unternehmens- bzw. Bonitätsrating. Dessen Bedeutung durch das neue Regelwerk Basel II drastisch gestiegen ist. In Zukunft wird jede Kreditentscheidung auf der Basis eines Ratings durchgeführt. Dabei wirkt sich das Ergebnis dieser Bewertung direkt auf die Fremdkapitalkosten aus.
Ziel dieser Arbeit ist die Gegenüberstellung der drei relevanten Rechnungslegungssysteme und als Ergebnis die Beeinflussung der Ratingergebnisse, welche durch die unterschiedlichen Vorschriften zur Abschlusserstellung auftreten werden. Die Ausführungen erstrecken von einzelnen Bereichen der Bilanzierung über die Analyse einzelner Ratingbestandteile bis hin zur zukünftigen Kreditbepreisung.
Eine Umstellung auf eine Rechnungslegung nach internationalen Vorschriften bringt offensichtliche Vorteile für das Abschneiden im Unternehmensrating mit sich. Betrachtet man den Zinssatz für ein Darlehen, so errechnet sich dieser vereinfacht aus einer risikolosen Basisrendite zuzüglich eines, vom jeweiligen Unternehmen abhängigen, Risikozuschlags. Dieser Zuschlag vermindert sich bei umfangreicherer und transparenterer Informationsbereitstellung im Ratingprozess. Da bei den internationalen Jahresabschlüssen tendenziell der Informationsgedanke einen höheren Stellenwert besitzt als in der deutschen Rechungslegung nach HGB, ergeben sich dadurch Vorteile.
Das Ratingergebnis tangiert mittelbar die Kapitalkosten eines Unternehmens. In der Berechnung des Zinssatzes für Fremdkapital entspricht 1% des hinterlegten Eigenkapitals circa 0,15% Fremdkapitalzinsen. Dies dürfte Unternehmen einen Anreiz zur ratinggerechten Unternehmensführung geben und die Mitwirkung im Ratingprozess erleichtern. Vor diesem Hintergrund erscheint die Untersuchung dieses Bereichs als sehr vielversprechend.
Gang der Untersuchung:
Im Anschluss an die Einleitung werden im zweiten Kapitel wesentliche Aspekte der Rechnungslegungssysteme erläutert. Die Gründe für eine Umstellung von der nationalen auf internationale Rechnungslegung und die aktuelle gesetzliche Lage. Des Weiteren werden die Unterschiede der Systeme bezüglich Aufbau, Zielsetzung und Grundsätze dargestellt.
Das dritte Kapitel befasst sich mit dem Regelwerk ?Basel II?. Die wichtigsten Neuerungen, insbesondere die Regelungen zur Ermittlung des Kreditrisikos und dessen Auswirkungen auf die Eigenkapitalunterlegungssumme werden in diesem Zusammenhang detailliert ausgeführt. Um dem Leser ein Bild vom vollständigen Regelwerk Basel II zu machen, werden die Bereiche operationelles Risiko und Marktrisiko mit in die Ausarbeitungen mit einbezogen.
Aufgrund der hohen Relevanz für diese Arbeit ist das Rating ein separates Kapitel. Darin werden zuerst allgemein der Ratingbegriff und die Ausprägungen dem Leser erläutert. Die Ratingkriterien werden anhand ausgewählter Beispiele der Ratingvorgaben des Deutschen Sparkassen und Giroverband (DSGV) untersucht. Ergänzend dazu wird das Ratingkonzept kurz vorgestellt. Dabei wird kurz auf die vier Hauptbereiche: Finanzrating, qualitatives Rating, Warnsignale und Haftungsverbünde eingegangen.
Im fünften Kapitel werden die einzelnen Teilbereiche am Beispiel des DSGV-Ratings verdeutlicht. Zu diesem Zweck werden Kennzahlen aus den einzelnen Ratingbestandteilen ausgewählt. Diese sollen die Inputfaktoren in Form von hard facts der Bewertung verdeutlichen. Neben den quantitativen Inhalten, erfolgt eine Einführung in den qualitativen Bereich. Neben der allgemeinen Beschreibung ist der komplette Fragenkatalog im Anhang abgebildet.
In Kapitel sechs werden anschließend die Outputfaktoren der Unternehmen analysiert. Hierbei werden einzelne Teilbereiche der Rechnungslegung auf dessen Unterschiede bzgl. der Rechnungslegung nach HGB, IAS/IFRS und US-GAAP untersucht. Die Auswahl der Bereiche wurde um Teil anhand der Feldstudie des Deutschen Standardisierungsrats vorgenommen. Dadurch sollte sicher gestellt werden, dass in diesen Teilbereichen die wichtigsten Auswirkungen im Hinblick auf die Themenstellung abgedeckt werden. Nach einer kurzen Einführung in die jeweilige Thematik werden die relevanten Vorschriften genannt und im Anschluss erfolgt die Analyse der Auswirkung auf das Ratingverfahren.
Im siebten und letzten Kapitel erfolgt die Einschätzung des Verfassers in dem er die einzelnen Inhalte der Arbeit aus seiner Sicht würdigt und die Ergebnisse seiner Untersuchung nochmals ausführt.


Inhaltsverzeichnis:
|Abkürzungsverzeichnis|6
|Abbildungsverzeichnis|8
|Tabellenverzeichnis|8
1.|Einleitung|9
1.1|Problemstellung|9
1.2|Vorgehensweise|10
2.|Umstellung auf internationale Rechnungslegung|12
2.1|Beweggründe für eine Umstellung|12
2.1.1|Internationale Vergleichbarkeit|12
2.1.2|Anforderungen der Kapitalmärkte|13
2.1.3|Lean Accounting|14
2.2|Gesetzliche Lage|15
2.3|Zielsetzungen der Rechnungslegungssysteme|16
2.3.1|Zielsetzung des HGB|16
2.3.2|Zielsetzung der IAS/IFRS|17
2.3.3|Zielsetzung der US-GAAP|17
2.4|Aufbau der Rechnungslegungssysteme|18
2.4.1|Aufbau des HGB|18
2.4.2|Aufbau der IAS/IFRS|19
2.4.3|Aufbau der US-GAAP|20
2.5|Grundsätze der Rechnungslegungssysteme|22
2.5.1|Grundsätze des HGB|22
2.5.2|Grundsätze der IAS/IFRS|23
2.5.3|Grundsätze der US-GAAP|25
2.6|Überblick über die RL-Bestandteile|27
3.|Basel II|28
3.1|Von Basel I nach Basel II|28
3.2|Ziele von Basel II|30
3.3|Die 3 Säulen von Basel II|31
3.3.1|Mindestkapitalanforderungen|31
3.3.1.1|Kreditrisiko|32
3.3.1.1.1|Standardansatz|33
3.3.1.1.2|IRB-Ansatz|34
3.3.1.1.3|Retailsegment|38
3.3.1.2|Operationelles Risiko|39
3.3.1.3|Marktrisiko|42
3.3.2|Bankenaufsichtsrechtlicher Überprüfungsprozess|42
3.3.3|Erweiterte Offenlegungspflicht|43
4.|Rating|44
4.1|Ratingbegriff|44
4.2|Ratingarten|45
4.2.1|Externes Rating|45
4.2.2|Internes Rating|46
4.3|Auswirkungen der Ratingklasse|47
4.3.1|Standardansatz|47
4.3.2|IRB-Ansatz|49
5.|DSGV-Rating|51
5.1|Ratingkriterien des DSGV-Ratings|51
5.1.1|Qualitative Faktoren|53
5.1.2|Quantitative Faktoren|54
5.2|Kennzahlen des Finanzratings|55
5.2.1|Kennzahlen zur Finanzlage|55
5.2.2|Kennzahlen zur Ertragslage|57
5.2.3|Kennzahlen zur Vermögenslage|58
6.|Unterschiede in den Rechnungslegungsvorschriften|61
6.1|Langfristige Fertigungsaufträge|61
6.1.1|Behandlung nach dem HGB|61
6.1.2|Behandlung nach den IAS/IFRS|62
6.1.3|Behandlung nach den US-GAAP|63
6.1.4|Auswirkungen auf das Rating|64
6.2|Immaterielle Vermögensgegenstände|65
6.2.1|Behandlung nach dem HGB|65
6.2.2|Behandlung nach IAS/IFRS|66
6.2.3|Behandlung nach den US-GAAP|67
6.2.4|Auswirkungen auf das Rating|68
6.3|Pensionsrückstellungen|69
6.3.1|Behandlung nach dem HGB|69
6.3.2|Behandlung nach IAS/IFRS|70
6.3.3|Behandlung nach den US-GAAP|71
6.3.4|Auswirkungen auf das Rating|72
6.4|Leasing|72
6.4.1|Behandlung nach dem HGB|73
6.4.2|Behandlung nach IAS/IFRS|74
6.4.3|Behandlung nach den US-GAAP|75
6.4.4|Auswirkungen auf das Rating|76
6.5|Bewertung des Anlagevermögens|76
6.5.1|Behandlung nach dem HGB|77
6.5.2|Behandlung nach IAS/IFRS|78
6.5.3|Behandlung nach den US-GAAP|79
6.5.4|Auswirkungen auf das Rating|80
6.6|Bewertung des Umlaufvermögens|80
6.6.1|Behandlung nach dem HGB|81
6.6.2|Behandlung nach IAS/IFRS|82
6.6.3|Behandlung nach den US-GAAP|83
6.6.4|Auswirkungen auf das Rating|84
7.|Gesamtresümee der Untersuchung|85
|Literaturverzeichnis|89
Anhang A.|Überblick über die bisher verabschiedeten IAS/IFRS|92
Anhang B.|Ratingklassen und Ausfallwahrscheinlichkeiten des DSGV-Ratings|93
Anhang C.|Qualitatives Rating des DSGV|94




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