Kennzahlen für das Messeprojektmanagement
| Autor: | Simone Wagner |
| Bestellnummer: | 90014497 |
| Preis: | 38,00 EUR |
| Hochschule: | Hochschule für Technik (HFT Stuttgart) Deutschland |
| Benotung: | 1.7 |
| Abgabedatum: | 30.05.2003 |
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Kennzahlen für das Messeprojektmanagement
Problemstellung :
Messen sind ein unabdingbares Instrument zur Förderung wirtschaftlicher Entwicklung. Sie führen Lieferanten und Kunden zusammen, ermöglichen auch im Zeitalter digitaler Kommunikation persönliche Kontakte, bieten einen Marktüberblick und zeigen auf engem Raum den derzeitigen technologischen und wirtschaftlichen Stand einer Branche.
Messen wirken belebend auf die gesamtwirtschaftliche Situation und verbessern in der Regel das Beziehungsgeflecht zwischen Handelspartnern sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene.
Derzeit steigt die Zahl der Messen weltweit permanent an. Trotz der zur Zeit schlechten Wirtschaftslage entstehen ständig neue Messethemen und Messeveranstaltungen.
Deutschland ist in der Durchführung von internationalen Messen weltweit die Nummer 1 und zwei Drittel der führenden Messen finden in Deutschland statt.
Mit einem Gesamtumsatz von rund 2,5 Mrd. Euro im Jahr 2001 ist die Messewirtschaft damit eine der führenden Dienstleistungsbranchen in Deutschland.
Doch durch die Globalisierung der Märkte und die Zunahme der elektronischen Kommunikationsmittel verschärft sich der Wettbewerb zwischen den Messedienstleistern ständig. Dieser steigende ?Wettbewerb und die stetig steigenden Ansprüche der Aussteller und Besucher verlangen nach professionellem Management?.
Der Konkurrenzdruck zwischen den Messestandorten und damit auch zwischen den dort tätigen Messegesellschaften und ?veranstalter nimmt also immer mehr zu. Um in diesem Markt wirtschaftlich erfolgreich zu bleiben und wachsen zu können, ist es für die Messegesellschaften und -veranstalter unumgänglich, professionelle Projektmanager und Projektleiter sowie kompetente Projektteams hervorzubringen. Durch ein effektives, effizientes und qualitativ gutes Projektmanagement können Kunden gewonnen und gebunden werden.
Da Messegesellschaften auch ein großes wirtschaftliches Risiko tragen, sollte die Ermittlung des Veranstaltungserfolgs sowie die Einflussfaktoren hierauf, eine zentrale Rolle im Messeprojektmanagement einnehmen, daher ist es für Messedienstleister erforderlich, ihre Managementinstrumentarien zu verfeinern und zu verbessern. Zu diesen Werkzeugen gehört auch das Controlling.
Ein völlig fehlendes oder nur inkonsequent durchgeführtes Controlling ihrer Messeprojekte bei Messeveranstaltern und Messegesellschaften, wie es im Moment eher die Regel als die Ausnahme darstellt, führt speziell bei einer schwachen Wirtschaftslage und steigender Konkurrenz innerhalb der Messebranche zu einer Qualitätsverminderung und damit meist zu einem Verlust von Ausstellern und Besuchern.
Motivation:
Das Thema der Messbarkeit und Kennzahlen für Messeprojekte wurde in der Literatur bisher eher stiefmütterlich behandelt.
Es gibt viel Material über die Messbarkeit eines Messeauftritts für die Aussteller. Für sie existieren bereits Kennzahlen, die ihnen ermöglichen den Erfolg ihres Auftritts zu messen und herauszufinden, ob sich auf dieser Veranstaltung eine erneute Teilnahme lohnt.
Zur Verwendung bei der Planung und Durchführung von Messeprojekten existieren jedoch noch keine, speziell auf dieses Thema zugeschnittenen Systeme. Gründe hierfür sind sicher in der Verschiedenartigkeit der einzelnen Messeprojekte zu suchen. Diese Individualität der einzelnen Messen macht Generalisierungen schwierig und verlangt nach einem sehr flexiblen Ansatz.
Der Anreiz zur Erstellung dieser Arbeit lag nun eindeutig darin, die mess- und beeinflussbaren Parameter im Messeprojektmanagement zu identifizieren und Methoden zur Projektsteuerung hierauf anzuwenden.
Zielsetzung der Arbeit:
Mit vorliegender Arbeit sollen geeignete Kennzahlen und ein Kennzahlensystem, zur Planung und Verfolgung von Messeprojekten, entwickelt werden. Die beschriebenen Ansätze und Verfahren sollen die effiziente Abwicklung von Messeprojekten fördern und deren Qualität steigern, indem sie den Projektverantwortlichen ein Steuerungsinstrument zur Verfügung stellen. Es werden alle Phasen eines Messeprojektes von der Konzeptionierung bis zur Nachbereitung einbezogen.
Erwähntes Kennzahlensystem soll dem Messeprojektmanager die wichtigsten Parameter liefern und die Möglichkeit bieten sie einander gegenüberzustellen, so dass überprüft werden kann, ob das Projekt auf Kurs ist, die Qualität dem Anspruch des Kunden entspricht und ob somit die Projektziele erreicht werden können.
Vorgehensweise und Aufbau der Arbeit:
Zu Beginn werden die allgemeinen Grundlagen von Projekten und des Projektmanagements erläutert. Dabei wird insbesondere auf die Projektarten und die Organisationsstrukturen eingegangen.
Im zweiten Schritt wird die Besonderheit des Messeprojekts aufgezeigt sowie die verschiedenen Messearten und ihre spezifischen Merkmale. Das Aufgabenfeld des Projektmanagers wird näher erläutert, insbesondere was die Steuerung und Abwicklung des Messeprojekts betrifft.
Als nächstes werden die typischen Steuerungsinstrumente des Projektmanagers erläutert und aufgezeigt, wie diese im Messeprojekt eingesetzt werden können. Es wird auf die Controllingaufgaben im Messeprojekt eingegangen und anschließend wird die Bedeutung der Kennzahlen, ihre Ermittlung und ihre Einsatzgebiete, erläutert. Des weiteren werden verbreitete Kennzahlsysteme aufgeführt und ihre Besonderheiten beschrieben.
Die Entwicklung von messeprojektspezifischen Kennzahlen für die Bereiche Projektmitarbeiter, Prozesse, Kunden und Finanzen bilden den Schwerpunkt des fünften Kapitels. Dabei wurde versucht, für jede Projektphase Kennzahlen zur effizienten Unterstützung der Projektarbeit zusammenzustellen und deren Verwendung zu beschreiben.
Anschließend werden diese Kennzahlen in ein System eingeordnet. Dieses Kennzahlensystem verdeutlicht die Abhängigkeit der einzelnen Kennzahlen und kann damit dem Projektmanager sowie den Projektbeteiligten als ein Instrument für eine erfolgreiche Projektabwicklung dienen.
Danach erfolgt die Betrachtung der Chancen und Risiken eines solchen Systems und welcher Mehrwert für das Projektmanagement daraus gewonnen wird.
Ein Ausblick auf die Zukunft und die Bedeutung der Messbarkeit für die zukünftige Messeprojektarbeit schließt diese Arbeit ab.
Noch eine grundsätzliche Anmerkung: In dieser Arbeit wird für Berufsbezeichnungen und Funktionsbeschreibungen nur die männliche Form verwendet. Dies ist, ähnlich wie in der englischen Sprache, geschlechtsneutral zu sehen, dient ausschließlich der besseren Lesbarkeit und ist nicht als Herabsetzung des weiblichen Geschlechts zu verstehen. Ich hoffe, dass die Leser und vor allem die Leserinnen hierfür Verständnis haben.