Elektronische Rechnungen - Versand deutlich gestiegen
Immer mehr Unternehmen weltweit versenden elektronische Rechnungen. Im letzten Jahr ist der Versand sogar um 20 % gewachsen und e-Invoicing-Software wird zum aktuellen Thema. Laut dem Purchase-to-Pay-Anbieter Basware und Billentis führen bswp. Deutschland und Finnland die Spitze der Top-Versender an, während die elektronische Rechnung in Japan und China gesetzlich noch nicht zugelassen ist.
Rechtliche Änderungen und staatliche Initiativen begünstigten in 2011 die wachsende Nutzung elektronischer Rechnungen. So sind EU-Mitgliedsländer von der Europäischen Kommission angehalten, die Papierrechnung langfristig abzuschaffen. Deutschland und die Benelux-Staaten beispielsweise haben dafür im Jahr 2011 die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen. Diesem Beispiel wollen Länder wie Griechenland, Norwegen oder Spanien folgen. Finnland hat sein Finanzministerium bereits 2010 dazu verpflichtet, nur noch elektronische Rechnungen von den Lieferanten zu empfangen. Auch in der US-amerikanischen Finanzbehörde soll bis zum Ende des Fiskaljahrs 2012 eine e-Invoicing-Lösung implementiert werden.
Global gesehen existiert jedoch ein deutliches Gefälle. Japan und China beispielsweise akzeptieren nur Papierrechnungen als rechtlich bindend und lassen die elektronische Variante allenfalls als Kopie zu. Singapur, Malaysia, Taiwan sowie Südkorea erlauben wiederum offiziell den digitalen Versand.
„Die rechtlichen Anforderungen an die Rechnungslegung variieren von Land zu Land – international agierende Firmen müssen sich damit auseinandersetzen“, erklärt Frank Wuschech, Geschäftsführer der Basware GmbH. „Mit einer e-Invoicing-Lösung befinden sie sich rechtlich stets auf der sicheren Seite, denn eine solche Lösung unterstützt die länderspezifischen Compliance-Anforderungen.“
Laut Basware entscheiden sich Staaten und Unternehmen aber auch immer öfter für digitale Lösungen, weil sie den ökonomischen Wert der Automatisierung erkannt haben. Elektronische Prozesse sind transparenter als papiergestützte und erleichtern die Cashflow-Berechnung und -Planung. Frank Wuschech sagt weiter: „E-Invoicing stellt Daten in Echtzeit zur Verfügung. Das stabilisiert das Cashflow-Management und zeigt, wo Kosten gesenkt werden können.“
Der kürzlich von Basware veröffentlichte Cost of Control Report 2011 belegt diesen Trend: 52 Prozent der 550 befragten Finanzführungskräfte nannten die Investition in e-Invoicing als oberste Priorität, um die Produktivität zu steigern.
Bruno Koch, Berater für e-Invoicing bei Billentis, sagt: „Diejenigen Länder, die e-Invoicing schon heute durchsetzen, haben unterschiedliche Beweggründe dafür. Rechtliche Auflagen spielen eine große Rolle, aber auch die Unternehmenskulturen. Fest steht, dass immer mehr Länder es Pionieren wie Deutschland gleichtun und der Technologie gegenüber aufgeschlossen sind.”
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Erstellt von S.D. am 18.01.2012
Quelle:
Basware GmbH
Bild:
© PantherMedia / Werner Heiber
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