Betriebsprüfungen brachten dem Fiskus 2017 rund 17,5 Milliarden Euro

In 188.826 Betrieben und damit 2,4 Prozent aller Unternehmen in Deutschland haben die Finanzämter 2017 eine Betriebsprüfung durchgeführt und so ein Mehrergebnis von rund 17,5 Milliarden Euro erzielt. Das berichtet das Bundesfinanzministerium auf Grundlage von Meldungen der Länder.

Aus Sicht der Finanzbehörden sind die Betriebsprüfungen 2017 erfolgreicher verlaufen als 2016. Wie das Bundesministerium der Finanzen (BMF) in seinem aktuellen Monatsbericht mitteilt, brachten diese Außenprüfungen dem Fiskus 2017 ein Mehrergebnis von rund 17,5 Milliarden Euro – nach 14,1 Milliarden Euro im Jahr 2016.

Wie das BMF weiter meldet, entfielen 2017 von dem festgestellten Mehrergebnis von rund 17,5 Milliarden Euro insgesamt 13,8 Milliarden Euro auf die Prüfung von Großbetrieben; die Prüfung der Kleinstbetriebe habe ein Mehrergebnis von 0,9 Milliarden Euro gebracht. Mit 25,7 Prozent beziehungsweise 4,5 Milliarden Euro entfalle auf die Körperschaftsteuer der größte Anteil, gefolgt von der Gewerbesteuer mit 21,7 Prozent (3,8 Milliarden Euro), der Einkommensteuer mit 15,1 Prozent (2,6 Milliarden Euro), der Umsatzsteuer mit 10,7 Prozent (1,9 Milliarden Euro) und den sonstigen Steuern mit 10,4 Prozent (1,8 Milliarden Euro).
Grundlage der jährlichen BMF-Statistik sind Meldungen der Länder. Demnach haben 2017 bundesweit 13.651 Prüferinnen und Prüfer insgesamt 188.826 Betriebe geprüft; das sind 2,4 Prozent aller Unternehmen in Deutschland. Dabei betraf die Außenprüfung 21,8 Prozent aller Großbetriebe, jedoch nur 6,3 Prozent der Mittelbetriebe, 3,3 Prozent der Kleinbetriebe und ein Prozent der Kleinstbetriebe.

Das BMF begründet dieses Ungleichgewicht damit, dass für das Erreichen einer effektiven Betriebsprüfung die zu prüfenden Betriebe „unter Risikogesichtspunkten“ ausgewählt würden. Großbetriebe werden demnach grundsätzlich lückenlos geprüft, andere Betriebe dagegen gezielt.

2016 fanden ebenfalls in 2,4 Prozent aller Betriebe in Deutschland Außenprüfungen statt und brachten damals ein Mehrergebnis von 14,1 Milliarden Euro. Davon entfielen etwa 10,4 Milliarden Euro auf die Prüfung von Großbetrieben. Den größten Anteil am Mehrergebnis für das Jahr 2016 hatte die Gewerbesteuer mit 25 Prozent (3,4 Milliarden Euro) gefolgt von der Körperschaftsteuer mit 24,9 Prozent (3,4 Milliarden Euro), der Einkommensteuer mit 16,4 Prozent (2,2 Milliarden Euro), der Umsatzsteuer mit zehn Prozent (1,3 Milliarden Euro) und den sonstigen Steuern mit 7,3 Prozent (eine Milliarde Euro).


Erstellt von (Name) W.V.R. am 13.12.2018
Geändert: 20.09.2019 08:35:25
Autor:  Petra Hannen
Bild:  panthermedia.net / serggn
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