Betriebsprüfungen brachten dem Fiskus 2019 rund 15,2 Milliarden Euro

13.341 Prüfer haben 2019 insgesamt 181.345 Betriebe unter die Lupe genommen. Das sind etwa 2,2 Prozent aller Betriebe in Deutschland. Das berichtet das Bundesfinanzministerium auf Grundlage von Meldungen der Bundesländer. Das von den Prüfern erzielte Mehrergebnis lag 1,3 Milliarden Euro höher als 2018.

Ein Mehrergebnis von rund 15,2 Milliarden Euro brachte der Einsatz von 13.341 Betriebsprüfern im Jahr 2019 dem deutschen Fiskus. Wie das Bundesfinanzministerium mitteilt, wurden dabei von den 8.225.244 Betrieben, die in der Betriebskartei der Finanzämter erfasst sind, 181.345 geprüft. Hinzu kamen demnach 6695 Prüfungen in sonstigen Fällen, also beispielsweise bei Steuerpflichtigen mit bedeutenden Einkünften, bei Verlustzuweisungsgesellschaften oder bei Bauherrengemeinschaften. 
Dem BMF zufolge werden die zu prüfenden Betriebe unter Risikogesichtspunkten ausgewählt, um eine effektive Betriebsprüfung zu erreichen. Großbetriebe werden demnach grundsätzlich lückenlos geprüft, andere Betriebe hingegen gezielt. In Großbetrieben, bei denen im Jahr 2019 eine Außenprüfung abgeschlossen wurde, umfasste der Prüfungszeitraum durchschnittlich 3,3 Veranlagungsjahre, während er sich bei Mittel- und Kleinbetrieben auf 3,0 Veranlagungsjahre und bei Kleinstbetrieben auf 2,9 Veranlagungsjahre belief. Bei den Großbetrieben wurden 20,3 Prozent der Unternehmen geprüft, was zu Steuernachzahlungen von 11,6 Milliarden Euro führte. Die Prüfung der Kleinstbetriebe, die bei einem Prozent der Betriebe dieser Größenklasse durchgeführt wurde, brachte dem Fiskus ein Mehrergebnis von 1,1 Milliarden Euro.

Die Gewerbesteuer und die Körperschaftsteuer mit jeweils 23,6 Prozent beziehungsweise 3,6 Milliarden Euro haben laut BMF den größten Anteil am Mehrergebnis für das Jahr 2019. Weitere wesentliche Anteile entfallen demnach auf die Einkommensteuer mit 17 Prozent beziehungsweise 2,6 Milliarden Euro und die Umsatzsteuer mit 11,4 Prozent beziehungsweise 1,7 Milliarden Euro. Die Mehreinnahmen aus sonstigen Steuern beziffert das Ministerium mit 7,7 Prozent beziehungsweise 1,2 Milliarden Euro.

Die 2019 durchgeführten Betriebsprüfen waren aus Sicht des Fiskus damit erfolgreicher als die Prüfungen im Jahr 2018. In dem Jahr hatten 13.525 Prüfer bundesweit 188.873 Betriebs unter die Lupe genommen und dabei ein Mehrergebnis von rund 13,9 Milliarden Euro festgestellt. Die größten Anteile entfielen damals auf die Gewerbesteuer (22,5 Prozent beziehungsweise 3,1 Milliarden Euro) und die Einkommensteuer (19,6 Prozent beziehungsweise 2,7 Milliarden Euro), gefolgt von der Körperschaftsteuer (18,5 Prozent beziehungsweise 2,6 Milliarden Euro) und der Umsatzsteuer (13,9 Prozent beziehungsweise 1,9 Milliarden Euro). Auf die sonstigen Steuern entfiel 2018 ein Anteil von 9,4 Prozent (1,3 Milliarden Euro).




Erstellt von (Name) E.R. am 23.11.2020
Geändert: 01.10.2021 11:12:19
Autor:  Petra Hannen
Quelle:  Bundesfinanzministerium
Bild:  Bildagentur PantherMedia / Phovoi
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