Das bringt 2014: Steuern, Sozialversicherung, SEPA

2014 startet SEPA - voraussichtlich. Viele Neuerungen beschert das Reisekostenrecht. Dass die Beitragsbemessungsgrenzen für die gesetzliche Rentenversicherung, die Pflege- und Krankenversicherung gestiegen sind, versteht sich fast von selbst. Worauf das Rechnungswesen in deutschen Unternehmen 2014 achten muss.

Höhere Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung, Pflege- und Krankenversicherung

Gut verdienende Mitarbeiter zahlen 2014 höhere Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung. Der Gesetzgeber hat die Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung von von 5.800 Euro im vergangenen Jahr auf 5.950 Euro im Monat, in den neuen Bundesländern von 4.900 auf 5.000 Euro. Die Beitragsbemessungsgrenze für die gesetzliche Pflege- und Krankenversicherung ist von 3.937 Euro im Jahr 2013 auf 4.050 Euro in diesem Jahr gestiegen. Das sehen die Rechengrößen in der Sozialversicherung für 2014 vor.

Viel Neues bei Reisekosten 

Umfassende Neuerungen gibt es bei den Reisekostenrecht 2014: - Für jeden Arbeitnehmer muss das Unternehmen eine erste Tätigkeitsstätte festlegen. Für Fahrten an diese erste Tätigkeitsstätte kann der Mitarbeiter die Pendlerpauschale absetzen. Wird er an einem anderen Ort eingesetzt, gilt das als Auswärtstätigkeit. Dann hat er Anspruch auf Reisekostenerstattung oder kann die kompletten Fahrt- und Verpfĺegungsmehraufwand von der Steuer absetzen.

Die erste Tätigkeitsstätte kann auch eine Betriebsstätte eines Kunden sein, wenn der Einsatz

  • auf längere Frist vorgesehen ist (über 48 Monate),
  • für die Dauer des Dienstverhältnisses
  • oder unbefristet.


Bei einer Befristung der Tätigkeit beim Kunden bis zu 48 Monaten, gilt auch diese Arbeit als Auswärtstätigkeit. 

Verpflegungsmehraufwand: Aus 3 mach 2

Schon bei einer Auswärtstätigkeit von 8 Stunden erlaubt der Fiskus ab 2014 einen steuerfreien Verpflegungsmehraufwand von 12 Euro. Die bisher niedrigste Stufe von 6 Euro entfällt. Für eine Auswärtstätigkeit von 24 Stunden gilt weiterhin der Verpflegungsmehraufwand von 24 Euro.  Auch auf Auslandsreisen erkennt der Fiskus seit Jahresbeginn 2014 nur noch zwei Stufen für den Verpflegungsaufwand an: Ab 8 Stunden Abwesenheit 80 % des Pauschbetrages, für ganztägige Reisen 120 % des Pauschbetrages. Die Sachbezugswerte steigen auf 1,63 Euro für ein Frühstück (2013: 1,60 Euro) und auf 3 Euro für ein Mittag- oder Abendessen (2013: 2,93 Euro). 

SEPA, IBAN, BIC

SEPA kommt 2014. Auch, wenn die EU den Startschuss für den einheitlichen europäischen Zahlungsraum SEPA zu Jahresbeginn 2014 vom 1. Februar auf August verschoben hat. Zum Stichtag müssen Unternehmen beim Zahlungsverkehr die neuen europaweit einheitlichen Bankverbindungen verwenden. Die wichtigsten Umstellungen:

  • IBAN statt Kontonummer und BIC statt Bankleitzahl.
  • Eine Lastschrift erfordert eine Mandatsreferenz.
  • Wer das Lastschriftverfahren anbieten will, braucht eine Gläubiger-Identifikationsnummer (Gläubiger-ID) von der Bundesbank.
  • Der Kunde muss durch eine sogenannte Pre-Notification vor Beginn des Lastschriftverfahrens informiert werden.
  • Lastschriften müssen der Bank mit einer Vorlauffrist von 5 Tagen vorgelegt werden. Bei wiederkehrenden Lastschriften gilt eine Vorlauffrist von 2 Tagen.


Alle Einzugsermächtigungen, die bis zum Stichtag noch nach dem alten Verfahren in Kraft getreten sind, werden ab dem 1. Februar 2014 als SEPA-Lastschriften weitergeführt. Allerdings sollte Unternehmen ihren Kunden Mandatsreferenz und Gläubiger-ID nachreichen. Achtung! Privatkunden dürfen ihre gewohnten Bankverbindungen weiter verwenden. Erst 2016 werden alle nationalen Zahlungsverfahren in Europa abgeschaltet.

E-Bilanz

Seit Jahresbeginn 2014 führt kein Weg mehr um die E-Bilanz herum. Den Jahresabschluss für das Wirtschaftsjahr 2013 nimmt das Finanzamt nur noch elektronisch an.

Gelangensbestätigung für EU-Lieferungen

Das Finanzamt verlangt seit Jahresbeginn eine sogenannte Gelangensbestätigung für innergemeinschaftliche Lieferungen innerhalb der EU. Zum Jahresende 2013 ist die Übergangsfrist ausgelaufen.Jetzt müssen Unternehmen steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferungen mit einer Gelangensbestätigung belegen.

Umsatzsteuer auf Kunst

Seit Jahresbeginn kassiert der Staat auf den Verkauf von Kunstgegenständen die reguläre Umsatzsteuer von 19 %. Der ermäßigte Steuersatz von 7 % gilt nur noch für den Künstler, der das Kunstwerk geschaffen hat.

Achtung! Auch für Sammelobjekte wie Briefmarken oder Münzen gilt seit Jahresbeginn die volle Umsatzsteuer, warnt das Handelsblatt.



Erstellt von (Name) W.V.R. am 10.01.2014
Geändert: 20.09.2017 14:13:21
Autor:  Wolff von Rechenberg
Quelle:  RWP, Haufe
Bild:  AdPic
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