Einnahmenüberschussrechnung: EÜR für 2017 nur noch mit Zertifikat

Die Einnahmeüberschussrechnung (EÜR) per Datenfernübertragung ist ab dem Veranlagungszeitraum 2017 nur noch mit Elster-Zertifikat möglich. Außerdem entfällt das Privileg der formlosen Gewinnermittlung nun auch für Selbstständige und Freiberufler mit geringen Betriebseinnahmen. Das hat das Bundesfinanzministerium zur Veröffentlichung der Anlage EÜR mit Schreiben vom 9. Oktober 2017 bekanntgegeben.

 Neues bei der Einnahmenüberschussrechung (EÜR) für das bald endende Jahr 2017: Die elektronische Übermittlung der Anlage EÜR ist für Veranlagungszeiträume ab 2017 nur noch mit Elster-Zertifikat möglich. Die Anlage AVEÜR sowie bei Mitunternehmerschaften ggf. die Anlage AVSE sind notwendiger Bestandteil der Einnahmenüberschussrechnung. Übersteigen die im Wirtschaftsjahr angefallenen Schuldzinsen, ohne die Berücksichtigung der Schuldzinsen für Darlehen zur Finanzierung von Anschaffungs- oder Herstellungskosten von Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, den Betrag von 2.050 Euro, sind bei Einzelunternehmen die in der Anlage SZE (Ermittlung der nicht abziehbaren Schuldzinsen) enthaltenen Angaben ebenfalls an die Finanzverwaltung zu übermitteln.
Mit dem Jahr 2017 endet auch die Schonfrist für Kleinunternehmer. Bisher gab sich das Finanzamt bei Selbstständigen und Freiberuflern mit Betriebseinnahmen von weniger als 17.500 Euro mit einer formlosen Gewinnermittlung zufrieden. Für das Jahr 2017 müssen nun auch sie eine Anlage EÜR, die Anlage AVEÜR und gegebenenfalls weitere Anlagen einreichen. Die Finanzämter können diese Pflicht allerdings in Härtefällen aussetzen. Wer die formlose Gewinnermittlung auch für 2017 in Anspruch nehmen möchte, sollte sich also zeitnah an sein Finanzamt wenden.

In der Anlage EÜR selbst entfällt für 2017 der bisherige Abschnitt zur Rückgängigmachung von Investitionsabzugsbeträgen. Selbstständige müssen die Rückgängigmachung von berücksichtigten Investitionsabzugsbeträgen künftig durch Übermittlung einer berichtigten Anlage EÜR für das Jahr anzeigen, in dem der Investitionsabzugsbetrag berücksichtigt wurde (vgl. Rn. 24 im BMFSchreiben vom 20. März 2017, BStBl I Seite 423). Diese Vorgehensweise gilt auch für Investitionsabzugsbeträge, die in vor dem 1. Januar 2016 endenden Wirtschaftsjahren berücksichtigt wurden. Kleinunternehmer, die für Veranlagungszeiträume vor 2016 eine formlose Gewinnermittlung eingereicht haben, dürfen aber auch die Rückgängigmachung eines bis dahin berücksichtigten Investitionsabzugsbetrags (für das Abzugsjahr und evtl. Folgeänderungen) ebenfalls formlos erklären.

Erstellt von (Name) W.V.R. am 01.11.2017
Geändert: 01.11.2017 14:34:46
Autor:  Wolff von Rechenberg
Quelle:  BMF-Schreiben vom 9. Oktober 2017
Bild:  panthermedia.net / Falko Matte
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