Kommunen drehen an der Gewerbesteuer-Schraube

Die Gewerbesteuer macht 42 Prozent der kommunalen Steuereinnahmen aus

53 Prozent der deutschen Kommunen haben in den vergangenen fünf Jahren die Gewerbesteuer erhöht, aber die Unterschiede bei den Hebesätzen sind weiterhin erheblich. Das zeigt eine Analyse der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young.

Die deutschen Kommunen arbeiten an ihrer finanziellen Gesundung – und erhöhen dafür häufig die Steuern. Das zeigt eine Analyse der kommunalen Realsteuern in den Jahren 2005 bis 2017, die jetzt die Unternehmensberatung Ernst & Young (EY) vorgelegt hat. In den vergangenen fünf Jahren haben demnach 53 Prozent der deutschen Kommunen die Gewerbesteuer angehoben. Allerdings habe der Trend zuletzt etwas an Dynamik verloren: Während 2016 noch 13 Prozent der Kommunen an der Gewerbesteuer-Schraube drehte, waren es 2017 noch zehn Prozent. Weniger als ein Prozent der Gemeinden hat den Hebesatz in den vergangenen fünf Jahren gesenkt.


Gewerbesteuer: Teuerste und günstigste Bundesländer


Die Gewerbesteuer macht laut EY 42 Prozent der gesamten Steuereinnahmen der Kommunen aus und spülte 2017 insgesamt 44,2 Milliarden Euro in die Kassen. Die Bundesländer mit dem höchsten durchschnittlichen Gewerbesteuer-Hebesatz sind der Analyse zufolge
  • Nordrhein-Westfalen mit 448 Prozent, 
  • das Saarland mit 421 Prozent und 
  • Sachsen mit 395 Prozent. 

Die im Durchschnitt günstigsten Länder sind
  • Brandenburg (324 Prozent), 
  • Bayern (339 Prozent) und 
  • Mecklenburg-Vorpommern (343 Prozent). 

Bundesweit lag der Durchschnitt 2017 bei 362 Prozent – 2005 waren es noch 331 Prozent. Besonders in Hessen, Rheinland-Pfalz, NRW und dem Saarland sind seit 2012 die Hebesätze gestiegen.
Auch innerhalb der einzelnen Bundesländer gibt es erhebliche Unterschiede bei der Gewerbesteuer, wie der EY-Vergleich zum Stichtag 31. Dezember 2017 zeigt. Die größte Spanne gibt es demnach in Rheinland-Pfalz, wo Ingelheim am Rhein 310 Prozent Gewerbesteuer verlangt und Dierfeld 900 Prozent.

Dierfeld ist zugleich die Kommune mit dem höchsten Hebessatz bundesweit, gefolgt vom rheinland-pfälzischen Wettlingen mit 600 Prozent und den NRW-Kommunen Heimbach, Oberhausen und Waldbröl mit jeweils 550 Prozent. Mit 200 Prozent Gewerbesteuer-Hebesatz besonders günstig ist es dagegen in Dragun und Rögnitz (beide Mecklenburg-Vorpommern) und in den beiden brandenburgischen Gemeinden Höhenland und Neu Zauche.

Erstellt von (Name) W.V.R. am 22.08.2018
Geändert: 22.08.2018 17:10:44
Autor:  Petra Hannen
Quelle:  Ernst & Young
Bild:  panthermedia.net / vlad star
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