Der Weihnachtsmann muss Steuern zahlen

Der Weihnachtsmann muss Steuern zahlen Der Weihnachtsmann verrichtet sein Werk zwar persönlich und mit geringen Kapitaleinsatz. Aber er benötigt in der Regel keine besonderen Fachkenntnisse für diese Tätigkeit. Auch zählt der Weihnachtsmann nicht zu den freien Berufen, den sogenannten Katalogberufen gemäß § 18 EStG. Das Finanzamt wird seine Tätigkeit kaum als künstlerisch anerkennen. Schließlich trägt er einfach nur ein Kostüm und führt keine künstlerische Darbietung auf.

Neben der ertragsteuerlichen Einordnung müssen unternehmerisch tätige Weihnachtsmänner auf umsatzsteuerliche Besonderheiten beachten. Denn umsatzsteuerbefreit bleiben ihre Einkünfte nur im Rahmen der Kleinunternehmerregelung gemäß § 19 UstG. Um der Umsatzsteuerpflicht zu unterliegen, müsste Knecht Ruprecht im vorangegangenen Jahr allerdings mehr als 17.500 Euro verdient haben und im laufenden Jahr voraussichtlich mehr als 50.000 Euro. Da muss ein Weihnachtsbote schon sehr viel Freude verbreiten.

Erstellt von (Name) W.V.R. am 06.12.2018
Geändert: 11.01.2019 13:48:57
Autor:  Wolff von Rechenberg
Quelle:  SRH Fernhochschule