Corona-Steuerhilfen fehlt die Durchschlagskraft

Start-ups profitieren kaum von Corona-Hilfen

Corona-Steuerhilfen in Deutschland fehlt die Durchschlagskraft. Zu diesem Urteil kommt das ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung in einer Studie für die FDP-nahe Friedrich-Naumann-Stiftung. Vor allem Kleinunternehmen und Startups wurden kaum entlastet.

Die Maßnahmen seien zwar geeignet, um die Unternehmensliquidität zu sichern und führten zu einer zeitlichen Verschiebung der Steuerzahlung. Allerdings komme es für Unternehmen nicht zu einer dauerhaften Steuerentlastung. Im Ergebnis hat die Wirkung der ergriffenen Maßnahmen für die Unternehmen laut Studie zu wenig Durchschlagskraft.

Bezogen auf die Unternehmensgröße zeigte sich, dass von den betragsmäßigen Erhöhungen des Verlustrücktrags und des Freibetrags für gewerbesteuerliche Hinzurechnungen hauptsächlich mittelgroße und große Unternehmen profitierten. Dagegen werden kleinere Unternehmen sowie Start-ups zu wenig entlastet. So fasst das ZEW die Ergebnisse seiner Studie zusammen und kommt zu dem Urteil: Deutsche Corona-Hilfen haben für die Unternehmen eine zu geringe Durchschlagskraft.
Insbesondere für Kleinunternehmen und Start-ups seien weitere steuerliche Hilfen Notwendig, um gut aus der Krise zu kommen. Die Coronakrise habe die Wirtschaft stärker getroffen als die Finanzkrise. Daher seien weitere Hilfen durchaus angemessen. Konkret fordern die Wissenschaftler:
Anstatt einer breit angelegten Förderung könnten Defizite über mehr zielgerichtete Vergünstigungen aufgeholt werden, führen die Autoren der Studie aus. In Betracht kämen hier beispielsweise Regelungen wie der Investitionsabzugsbetrag, von dem speziell kleine und mittlere Unternehmen profitieren können.

Erstellt von (Name) W.V.R. am 07.07.2021
Geändert: 07.07.2021 14:29:09
Autor:  Wolff von Rechenberg
Quelle:  ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung
Bild:  Bildagentur PantherMedia / Wolfgang Zwanzger
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