Quellensteuer digital mit neuer Software

Quellensteuer-Prozesse digital und automatisch

Quellensteuer-Prozesse digitalisieren: Das digitale Tool WITAX soll alle notwendigen Sachverhalte transparent abwickeln und revisionssicher dokumentieren. Das verspricht der Hersteller, das österreichische Softwareunternehmen DCCS. Die Anwendung unterstützt derzeit nur deutsche Quellensteuerprozesse. Versionen für Österreich, Schweiz und andere Länder ist geplant.

Mit WITAX als TaxTech-Lösung können Unternehmen Quellensteuer-Prozesse nach § 50a EstG transparent abwickeln und revisionssicher dokumentieren. Das Programm soll die Tax Compliance für die Quellensteuer und entsprechende Sachverhalte sicherstellen, wie Lizenzen, Darbietungen und deren Verwertung, Aufsichtsratsvergütungen, Sponsoring und Influencer. Der Hersteller, das österreichische Unternehmen DCCS, hat die SAP-integrierte Steuerlösung nach eigenen Angaben gemeinsam mit dem Wirtschafts- und Steuerprüfungsunternehmen KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft entwickelt.
Wie DCCS mitteilt, schließt WITAX als erste Anwendung dieser Art eine Lücke in Unternehmen. Vielfach wüssten Betriebe nicht, ob sie zu viel oder zu wenig Quellensteuer bezahlt haben oder die Sachverhalte überhaupt berücksichtigt wurden. Um festzustellen, ob ein Beleg quellensteuerrelevant ist oder nicht, müsse er oft durch die Hände mehrerer Mitarbeiter gehen. Die Quellensteueranmeldung erfolge meist durch die Abgabe manuell befüllter Formulare im CSV-Format. Auch die Ausstellung der Steuerbescheinigungen für alle Vertragspartner erfolge oftmals per Hand. Bei mehreren tausend Belegen entstehe so erheblicher Aufwand.

Automatische Steueranmeldung

WITAX soll Belege direkt aus SAP oder anderen Einkaufssystemen identifizieren und importieren können. Das Programm suche automatisch nach quellensteuerrelevanten Belegen, stelle selbständig den Auslandsbezug fest und filtere nach weiteren Entscheidungskriterien, die der Kunde auch anpassen könne. So heißt es in der Mitteilung von DCCS. Damit könnte das manuelle, fehleranfällige Exportieren und Importieren von Listen und Belegen wegfallen.

Technisch nutzt WITAX laut Hersteller einen Algorithmus, der die Anwender mit einfachen Fragen durch einen digitalen Entscheidungsbaum führt. Im Ergebnis soll WITAX Belege in einem digitalen, durchgängigen Prozess bearbeiten können. Dabei soll der Zahlungslauf gestoppt werden, bis die finale Quellensteuerbewertung erfolgt ist. Auch Freistellungsbescheinigungen berücksichtigt das System. Über eine integrierte Chatfunktion können Unternehmen offene Punkte direkt mit dem Steuerberater klären können.

WITAX soll auch die Steueranmeldung für das Finanzamt und Steuerbescheinigungen für Vertragspartner automatisch erstellen. Derzeit deckt die Lösung den kompletten Quellensteuer-Prozess nach § 50a EstG gemäß deutschem Recht ab. Wie ein Unternehmenssprecher gegenüber Rechnungswesen-Portal.de erklärte, steht eine länderspezifische Version für Österreich kurz vor der Marktreife. In der Schweiz und anderen Ländern wird man sich noch etwas gedulden müssen.

Erstellt von (Name) W.V.R. am 27.05.2021
Geändert: 27.05.2021 15:44:18
Autor:  Wolff von Rechenberg
Quelle:  DCCS
Bild:  Bildagentur PantherMedia / wsf pan
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