In vielen Unternehmen werden Bilanzbuchhalter immer gefragter. Ihre umfassenden Kenntnisse in der Bilanzierung bieten den Unterrnehmen die Möglichkeit, bilanzpolitische Spielräume im Jahresabschluss voll auszuschöpfen. Fernstudiengänge sind vor allem für Berufstätige und Eltern in der Elternzeit geeignet. Für diese Personen aber auch für diejenigen, die gern von Zuhause aus lernen, ist der Vergleich von Anbietern gedacht, die Kurse zum geprüften Bilanzbuchhalter anbieten.
Folgende Akademien und Schulen wurden dabei näher betrachtet:
Abschluss
Der angestrebte Abschluss ist der des geprüften Bilanzbuchhalters (IHK). Nur die Industrie- und Handelskammern sind berechtigt, diesen Abschluss nach erfolgreicher Prüfung zu vergeben. Zudem gibt es Anbieter wie ils, sgd und die Fernakademie für Wirtschaft und Management, die auch eigene Zeugnisse für Bilanzbuchhalter austeilen.
Dauer
Die Fernlehrgänge zum Bilanzbuchhalter dauern in der Regel 18 Monate und können oft kostenlos um mehrere Monate verlängert werden. Die Institute ils, die Fernakademie für Wirtschaft und Management sowie die Hamburger Akademie für Fernstudien bieten sogar eine Verlängerung von bis zu 12 Monaten an. Mit einem sehr engen Zeitplan fällt die Wirtschaftsakademie Dr. Preuss-Thelen auf. Deren Kurse sind jedoch einzeln buchbar und ermöglichen so die Vorbereitung auf die spezifischen Prüfungsteile.
Voraussetzungen
Gute Buchhaltungskenntnisse sind eine wichtige Bedingung für die Teilnahme an diesem Fernstudium. Hinzu kommen eine kaufmännische Ausbildung und drei Jahre Berufserfahrung im Rechnungswesen. Personen, die keinen kaufmännischen Abschluss vorweisen können, müssen mindestens auf sechs Jahre Berufserfahrung in der Buchhaltung zurückgreifen können. Diese Bedingungen müssen allerdings erst zu Beginn der IHK-Prüfungen erfüllt sein.
Inhalte
Die neue Prüfungsordnung, die seit November 2007 gilt, greift nun auch neue Aspekte der Bilanzierung auf. So ist es nun Pflicht, sich im Rahmen der internationalen Bilanzierung und Steuerrecht mit IFRS und US-GAAP zu beschäftigen. Diese Punkte wurden bisher nur im Lehrgang zum Bilanzbuchhalter international (IHK) geschildert. Die Fächer EDV und Recht entfallen schließlich als eigenständige Prüfungsfächer, wobei rechtliche Themen jedoch noch in anderen Fächern behandelt werden. Inhaltlich wurde der Bilanzbuchhalter durch die internationale Ausrichtung folglich stark erweitert. Viele Institute bieten an, den Kurs nach der alten Prüfungsordnung abzulegen. Besonders in international agierenden Firmen könnten für diese Bilanzbuchhalter Zusatzschulungen nötig werden, weshalb die Prüfung nach neuem Recht vorzuziehen ist.
Support
Wer von zuhause aus studiert ist besonders auf einen sehr guten Informationsfluss angewiesen. Dabei ist Support durch die Fernschulen unabdingbar. Aus diesem Grund stellen diese oft persönliche Tutoren bereit, die per E-Mail oder Telefon auf studienrelevante Fragen antworten. Erfreulich ist die ausgeprägte Nutzung von Internetmedien. Dementsprechend werden überwiegend Foren und Chats angeboten. Meist werden dem Nutzer eigens entwickelte Online-Plattformen zur Verfügung gestellt, die viele Funktionen zum Lernen, Austauschen und Informieren beinhalten.
Lernstoff
Auch beim Fernstudium ist eine ständige Begleitung der angehenden Bilanzbuchhalter gegeben. Die Teilnehmer erhalten regelmäßige Zusendungen von Arbeitsheften, die sie sorgfältig durcharbeiten sollten. Darunter befinden sich Übungsaufgaben und Klausuren, die dem Tutor teilweise postalisch zugeschickt werden. Nach wenigen Wochen werden diese korrigiert zurückgesendet und können wiederum als Lerngrundlage verwendet werden.
Prüfungsvorbereitung
Zur erfolgreichen Prüfungsvorbereitung werden Präsenzseminare angeboten, die oft mit zusätzlichen Kosten verbunden sind. Schwierig kann hierbei die Entfernung zur entsprechenden Fernschule sein. Hilfe können Studenten jedoch bei der Suche nach nahegelegenden Übernachtungsmöglichkeiten annehmen. Auf die Seminare sollte allerdings nicht verzichtet werden. Die Institute bieten vielmals gezielte Vorbereitungen auf die IHK-Prüfungen an bei denen auch individuelle Fragen geklärt werden können.
Preise
Die Preise für die Lehrgangsteilnahme variieren teilweise sehr stark. So bietet der günstigste Anbieter, die Akademie für Steuerrecht und Wirtschaftsprüfung, den Kurs bereits für 1200 € an, während andere, wie die Steuerfachschule Dr. Endriss und die Fachakademie für Rechnungslegung und Steuerrecht, über 3000 € hinaus gehen. Allerdings sind dafür mehrtägige Prüfungsvorbereitungsseminare enthalten, die in den Instituten abgehalten werden.
Fazit
Letztlich sind jedoch der persönliche Lernerfolg und die Atmosphäre für den erfolgreichen Abschluss entscheidend. Die meisten Anbieter geben die Möglichkeit, ein Probestudium zu absolvieren, welches bspw. ein Exemplar der Lehrhefte mit entsprechenden Aufgaben bereitstellt. Weiterhin können Nutzerfeedbacks und Testberichte sehr hilfreich für die Wahl der richtigen Fakultät sein. In jedem Fall sollte das Institut durch die Staatliche Zentralstelle für Fernunterricht zugelassen sein. Dies gewährleistet den Schutz der Teilnehmer durch regelmäßige Prüfungen der Zulassungsvoraussetzungen der Kurse. Alle Fernlehrgänge im Vergleich sind durch die ZfU getestet und mit einer Zulassungsnummer versehen worden.
Der Vergleich im Detail
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Erstellt von Sarah Denzin am 31.07.2009 Bild: © PantherMedia / Jasper Grahl |
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