Macht die Ausbildung mit 42 noch Sinn?

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[ geschlossen ] Macht die Ausbildung mit 42 noch Sinn?
Hallo Ponschie,
Ja, aber .....
ich als Bilanzbuchhalter würde eher eine Stelle bekommen als Du. Ich würde aber gegenüber einem
Jüngeren schlechter abschneiden. Es wird doch meistens gesucht: Bilanzbuchhalter, sehr jung, 10 Jahre
Berufserfahrung mit Fremdsprachkenntnissen und wenn es geht keine hohen Gehaltsansprüchen. Versuche hatte ich schon gestartet. Bis zu den Vorstellungsgespräch kam ich immer. Gescheitert ist es meistens
an meiner hohen Qualifikation bzw. meinem Gehaltsanspruch, oder doch das Alter? Dieser Gehaltsanspruch war noch unter dem Durchschnitt, also nicht übertrieben hoch.
Wenn man einen sicheren Arbeitsplatz hat, wenn man es auch so schafft seine Gehaltsansprüche durchzusetzen (auch ohne BIBU-Prüfung), wenn man mit der Arbeit zufrieden ist, dann sollte der Gedanke mit über 40 Jahren den Lehrgang zu machen, noch mal gut überlegt werden.
Wie schon gesagt: Das Wissen nimmt mir keiner, doch hat es auch sehr viel Zeit und Mühe gekostet. Ansonsten blieb alles beim alten.

LG
Hallo,

habe mit Interesse eure Diskussion gelesen.

Ich stehe auch gerade vor der schwierigen Frage, was ich machen soll. Im Job (Buchhaltung unter Kontrolle des Steuerberaters) trete ich auf der Stelle. Eine Weiterbildung muss her, sonst verlier ich vielleicht noch den Anschluss, da ich auch schon 41 bin, falls ich mal nen neuen Job suchen muss.

Jetzt hätte ich die Möglichkeit im September bei der IHK Rhein Neckar noch einen Platz zum Bilanzbuchhalter zu bekommen. Innerhalb von ein paar Tagen muss ich mir das jetzt überlegen, da nur noch 2 Plätze übrig sind.

@ponschie
wie ist deine Entscheidungsfindung jetzt? machst du nach deinem SAP Lehrgang noch den Bil.buchalter? Und wenn ja, wo?

Ich bin mir einfach unsicher, ob sich die Belastung, die ich für die nächsten 2 Jahre eingehe, wirklich lohnt, oder ob eine einfachere Weiterbildung (SAP, oder Finanzbuchhalter) besser ist.

Danke für eure Meinungen oder Tips.

Gruß
Kimstern
Hi Kimstern,

gerade in Deutschland, wo die Arbeitszeit sich wohl doch nicht verkürzen wird (> 67 Jahre!), lohnt es meiner Meinung nach, stets auf dem Laufenden zu bleiben und auch das umzusetzen, was interessant ist.

Wenn du bedenkst, dass du wohlmöglich noch über 20 Jahre im Job bist, lohnt eine 2-jährige Weiterbildung insofern, dass du neue (Job-)Aussichten hast und dich vielseitig einsetzen kannst. Die "40er" sind keine Steinkohlen, sondern gerade fein aus der Babyphase raus, also fest einkalkulierbar (wenn es um die Angst geht, einen neuen Job zu finden).

Weiterbildung ist toll, das denken sicherlich auch die Arbeitgeber!
Und Bilanzbuchhalter sind gefragt wie nie! Trau dich!

Liebe Grüße,
Neele
Hallo Neele,

danke für deine Antwort. Die Entscheidungsfindung bei mir wird noch eine harte Nuss am Wochenende.

Ich denke auch, Bibuchhalter sind gefragt wie nie, und arbeitslos wäre ich danach mit Sicherheit nicht. Du hast recht, es würden sich neue (Job-)Aussichten eröffnen.

Das einzige was mich noch zögern lässt, ist, zum einen der Stress, denn Kinder hab ich auch, und zum anderen, bin ich eher keine Führungspersönlichkeit. Daher die Überlegung, ob eine Weiterbildung eine Stufe tiefer sinnvoller ist. Aber diese Frage, muss ich mir natürlich selber beantworten.

Danke nochmal für deinen Antwort!

Gruß
Kimstern
hallo,
ich bin 46 Jahre alt und mache jetzt in September meinen ersten Prüfungsteil "Funktionsübergreifend" und im März 2010 meinen zweiten Prüfungsteil " Funktionsspezifischer Teil" zum geprüften Bilanzbuchhalter.

Also für mich, auch wenn ich irgendwann keinen guten Arbeitsplatz als Bilanzbuchhalter finden werde, aber mein wissen hat sich enorm erweitert und das ist es mir wirklich wert. Mann lernt doch nie aus smile:)

Und ich denke mir, sollte jemand Arbeitslos sein oder werden, auf alle Fälle je besser man Qualifiziert ist, je mehr chancen sollte man auf den Markt haben oder??

ps.
Bin jetzt durch mit dem ganzen Stoff, hätte auch in September die ganze Prüfung machen können, aber ich habe die Prüfung aufgeteilt, sonst wäre es schwer gewesen für mich es zu schaffen und ich bin froh, dass ich keinen Fernkurs gemacht habe, sondern Samstagslehrgänge. Es ist doch besser wenn man in einer Klasse lernt, denn da kommen auch viele Fragen und Antworten auf, die einen dann helfen und man kann sich gegenseitig auch noch helfen "das tut wirklich gut smile:)"

grüße kai1
Hallo,

also ich werde den Bilanzbuchhalter auf jeden Fall noch machen. Aber jetzt hänge ich noch einen 2. SAP-Kurs hintendran, denn mein jetziger Kurs ist nur ein Grundkurs. Klingt easy...ist aber beinharte Büffelei! Am 29.08.09 hab ich Prüfung in Darmstadt. Der 2. Teil "SAP-Buchhaltung" ist dann erst im Februar 2010 abgeharkt. Danach werde ich den Bibu starten.

Meine Erfahrungen mit dem Fernkurs waren sehr positiv. Das Lernmaterial hat mich total begeistert. Liebevoll aufbereitet und sehr lernmotivierend! In den Fernlehrgängen bei der SGD und ILS hat man die Möglichkeit sich mit anderen Studierenden in Foren und im Chat auszutauschen. Beim Studiengang "Bilanzbuchhalter" wird dieses im Gegensatz zum SAP-Lehrgang auch sehr viel genutzt. Dort verabreden sich die Leute regelrecht zum Chatten und lernen dort gemeinsam.

Ich kann super alleine lernen. Besser als in einem Präsenzkurs. Beim Finanzbuchhalterkurs hat mich oft gestört, dass die Kursleiter auf "unwichtigen" Themen so rumgeritten sind und 1000 Anekdoten dazu losgelassen haben und dann wieder bei schwierigen Themen nicht genug darauf eingegangen wurde. Manche Kursteilnehmer waren auch nervig, weil sie oft mit Privatkram vom Eigentlichen abgelenkt haben. All das gibt es im Fernlehrgang nicht!

Man lernt nach eigenem Tempo! Es gibt immer Dinge, die man selber schon weiß, aber in einer Gruppe noch "durchgekaut" werden müssen. Für mich Zeitverschwendung. Und bei Dingen die für mich wichtig sind, da nehme ich mir die Zeit die ich brauche, bis es richtig sitzt!

Aber jeder Mensch ist da anders und daher muss man schauen, wie man selber am Besten lernen kann.
Ich werde den Bibu wahrscheinlich bei der ILS machen; einfach nur aus dem Grund, das Hamburg näher ist an meinem Wohnort als Darmstadt. Denn auch beim Fernlehrgang gibt es immer ein richtiges Präsenzseminar (in der Regel 2 - 3 Wochen in Vollzeit) als Prüfungsvorbereitung.

Ich hoffe, ihr berichtet weiterhin von euren Erfahrungen bei der Weiterbildung zum Bibu. Das ist sehr hilfreich!!

Liebe Grüße
Ponschie
Hi Ponschie,

ja so gehts mir auch bei den Kursen, und ich lern auch am schnellsten zu Hause ,oder zumindest für mich.

Sind denn die Kurse auch mit Prüfung vor der IHK ?
Oder heißt man dann BiBu SGD ?


Lg

Sroko
Auch wenn ich jetzt gemäß Forum "Experte" sein soll ;-) , bin ich jedoch kein Steuerberater, sondern nur ein Buchhalter der seine persönliche Meinung wiedergibt. :-)
Hallo Sroko,

Bilanzbuchhalter darf sich nur nennen wer die Prüfung vor
der IHK erfolgreich absolviert hat. Das ist nämlich die einzig
geschützte Berufsbezeichnung in der Buchhaltung.

P.S. Mit ILS hast du eine gute Wahl getroffen!!!

MfG BiBu
Beste Grüße
BiBu
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