Ein webbasiertes Lohnprogramm wird von einigen Steuerberatern und selbstständigen Lohnbuchhaltern angeboten. Neben der Online-Buchhaltung wird oft auch eine Online-Gehaltsabrechnung bereitgestellt, welche bisher jedoch nur einen kleinen Marktanteil vorweisen kann. Die Redaktion von Rechnungswesen-Portal.de hat den Markt näher analysiert und stellt im Folgenden sieben Anbieter von Online Lohn- und Gehaltsabrechnung im direkten Vergleich näher vor:
| lexlohn - Lexware GmbH & Co. KG | | absLohn - abs Rechenzentrum GmbH |
| ilohngehalt - ilohngehalt internetservices GmbH | | einfachLohn - Sage Software GmbH |
| aeveo - aeveo GmbH | | Lohnweb.de - Bilancia WT-GmbH |
| SBlohn - Karl-Heinz Heuer | |
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Voraussetzungen
Webbasierte Programme setzen einen Computer mit Internetanschluss voraus. Die Software wird jedoch nicht auf dem eigenen PC installiert, sondern bleibt auf dem Server des Betreibers. Von dort aus kann der Nutzer mithilfe eines Internetbrowsers auf seine Daten zugreifen und diese bearbeiten. Die bereitgestellte Software wird weitgehend in der Cloud – also als Software as a Service (SaaS) - angeboten. Programmnutzer zahlen für diese Dienstleistung i.d.R. jedoch keine Pauschale, sondern pro
Lohn- oder Gehaltsabrechnung und Mitarbeiter.
Inhalte
Im Vordergrund der Online Lohn- und Gehaltsabrechnung steht natürlich die gesetzeskonforme Berechnung der Netto-Löhne und Gehälter. Daneben müssen Meldungen zur Sozialversicherung sowie Lohnsteueranmeldungen erstellt und zum elektronischen Versand bereitgestellt werden. Alle Programme des Vergleichs beinhalten diese Funktionen und bieten in der Regel sogar eine Schnittstelle zum Zahlungsverkehr an. Ebenso können Fehlzeiten der Mitarbeiter infolge von Krankheit oder Urlaub verwaltet werden. Die automatische Erstellung von Erstattunganträgen für Lohnfortzahlung oder Mutterschaftsgeld wird jedoch nicht in jedem Online-System angeboten. Eine Reihe von standardisierten Lohnarten ist bereits bei allen Anbietern angelegt. Besondere Lohnarten, wie die Berechnung von Altersteilzeit, Baulohn und Kurzarbeit, sind nicht standardmäßig integriert und werden nur in wenigen Programmen bereitgestellt. Ein Vorteil gegenüber den herkömmlichen Desktop-Lösungen ist die nicht mehr notwendige manuelle Pflege der Sozialversicherungs- und Umlagesätze der jeweiligen Krankenkassen. Diese werden zentral durch den Softwareanbieter aktualisiert.
Sicherheit
Die Betreiber der webbasierten Programme werben mit erhöhter Sicherheit. Durch die Speicherung auf mehreren Festplatten sowie guter SSL-Verschlüsselung, sind die Daten geschützter als auf dem betrieblichen Computer. Sollten Daten trotzdem verloren gehen, können diese mithilfe der regelmäßigen Backups leicht wiederhergestellt werden. Anfallende Programmupdates werden von den Betreibern durchgeführt. Der Kunde muss dafür nichts herunterladen, sondern kann die neuen Funktionen und geänderten Regelungen sofort online nutzen.
Support
Der E-Mail-Support sowie die Kundenhotline sollten im monatlichen Preis inbegriffen sein. Die Mehrheit der Anbieter stellt diese auch kostenlos oder zum regulären Festnetztarif zur Verfügung. Einige Dienstleister erheben jedoch hingegen auf inhaltliche Fragen eine Supportgebühr, die sogar auf 1,99 € / min ansteigen kann. Wünschenswert wäre ein Forum, in dem programmspezifische Fragen von Anwendern und Entwicklern beantwortet werden. Zur Verfügung gestellt wird ein solches jedoch nur von wenigen Anbietern. Verbreiteter ist schließlich eine Auflistung von FAQ - häufig gestellten Fragen. Diese helfen oft bei ersten Problemen weiter. Schulungen und Workshops zu den eigenen Lohnabrechnungssystemen runden das Serviceangebot der Unternehmen ab.
Preise und Vertrag
Die Kosten für die Nutzung der Online-Dienste werden in der Regel monatlich pro Mitarbeiterabrechnung ermittelt. Sie schwanken teils stark um mehrere Euro. Es kommt jedoch auch auf den Umfang der genutzten Dienstleistung an. So ist es einerseits möglich eine Abrechnung ab 2,50 € selbst durchzuführen und auszudrucken, andererseits für wenige Euro mehr, die Lohnabrechnung komplett auszulagern. Ein aufmerksames Studieren der AGB ist jedoch in jedem Fall erforderlich. Zum Teil sind Hinweise zu Vertragslaufzeiten und längeren Kündigungsfristen nicht auf den ersten Blick ersichtlich.
Fazit
Die Mehrheit der Firmen bietet eine kostenlose Testphase ihrer Software an, die für einen guten Programmüberblick auch in Anspruch genommen werden sollte. Ob die Software in Bedienkomfort und Funktionsumfang den eigenen Vorstellungen entspricht, kann auf diese Weise überprüft werden. Wer sich nicht ständig um neue Gesetze und Aktualisierungen der Software kümmern möchte, ist mit einer webbasierten Lohn- und Gehaltsabrechnungslösung sehr gut beraten. Selbst Firmen, die ihre Lohn- und Gehaltsabrechnung auslagern möchten, können ohne Weiteres die webbasierten Angebote nutzen.
Der Vergleich im Detail

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Eine Übersicht für Lohnpropgramme bzw. Software für Gehaltsabrechnung finden Sie hier >>
Aktualisiert am: 30.08.2011
Erstellt von Sarah Depold am 30.09.2009
Bild: PantherMedia / Doreen Salcher
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