Tutorium: Buchungssätze

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A. Buchungssätze

Grundlagen

Im System der doppelten Buchführung werden alle Transaktionen des Unternehmens erfasst. Dabei werden mindestens zwei Konten angesprochen. Jede Buchung benötigt mindestens ein Soll- und ein Habenkonto, das bei einem Geschäftsvorfall angesprochen wird.

Die allgemeine Formulierung des Buchungssatzes lautet "Soll an Haben". Diese Formulierung zeigt, dass alle Konten mit dem jeweiligen Wert, die im Soll bebucht werden vor dem Wort "an" aufgelistet werden und alle Konten, die auf der Habenseite bebucht werden nach dem "an" stehen. Im Folgenden wird ein Beispiel gezeigt bei dem eine Bareinzahlung aus der Firmenkasse auf ein Firmenkonto vorgenommen wird. Der Betrag ist 50,- €.

Der Buchungssatz lautet: 1. Bank 50,- € an Kasse 50,- €

Die Buchungen erfolgen auf sogenannten T-Konten, welche auf ihrer linken Seite die Soll-Positionen enthalten und auf der rechten Seite die Haben-Positionen. In der nachfolgenden Abbildung wird der obengenannte Buchhungssatz in T-konten dargestellt.

Buchungssatz-Tutorium.png

In diesem Tutorium werden die wesentlichen Buchungen bzw. Geschäftsvorfälle behandelt und an einfachen Besipielen erläutert.  Durch einen Klick auf die jeweilige Buchungsgruppe werden die Erläuterungen zu den einzelnen Gruppen sowie entsprechenden Beispiel-Buchungssätze aufgerufen.

Diese Buchungen sind sehr stark vereinfacht und dienen der Verdeutlichung des Prinzips von Soll an Haben. Daher werden überwiegend die Beispiele ohne steuerliche Einwirkungen gebucht. Die Beispiel Buchungssätze sind in den jeweiligen Untergruppen.

B.   
 
ggrundlegende Buchungssätze 
 
1.   
erfolgsunwirksame Buchungen 
Bei diesen Buchungen wird der Jahresüberschuss des Unternehmens nicht verändert, weil nur Bestandskonten bebucht werden. Diese Buchungen finden häufig bei Investitionen oder Geldtransfers (Bank an Kasse) statt. Da diese Buchungen auf der Aktivseite der Bilanz geschehen, wird hierbei auch von einen Aktiv-Aktiv-Tausch gesprochen. Alternativ dazu gibt es auch den Passiv-Passiv-Tausch, dieser findet häufig bei Umfinanzierungen statt, wie zum Beispiel bei der Umwandlung von kurzfristige Schulden in langfristige Schulden... mehr lesen
 
2.   
erfolgswirksame Buchungen 
Bei diesen Buchungen wird der Jahresüberschuss beeinflusst, weil Bestandskonten sowie Ertrags- und Aufwandskonten bebucht werden. Dieser Buchungen finden bei Verkäufen von Gütern statt oder bei Einkäufen von Rohstoffen oder anderen Leistungen (Strom, Telefon, Zeitschriften)... mehr lesen
 
 
 
 
C.   
 
Buchungen mit Umsatzsteuer oder Vorsteuer 
 
1.   
Buchungen mit Vorsteuer 
In Deutschland wird der Mehrwert eines Unternehmers versteuert. Dieser Mehrwert entsteht durch die stufenweise Veredelung von Produkten etc. Da häufig ein Rohprodukt erworben wird und dieses im Betrieb weiter veredelt wird zu einen neuen Produkt. Da jeder Unternehmer den Mehrwert des Produktes, den er geschaffen hat, besteuern muss, kann die Steuer der vorrangegangen Stufe steuernmindernt abgezogen werden. Diese sogenannte Vorsteuer wird im Betrieb auf dem Vorsteuer Konto erfasst und wird im Jahresabschluss mit der Umsatzsteuer verrechnet... mehr lesen
 
2.   
Buchungen mit Umsatzsteuer 
Die vom Unternehmen erstellten Produkte werden für den Konsumenten besteuert. Diese Steuer wird nicht durch den Staat bei dem Kunden eingefordert sondern das Unternehmen ist verpflichtet diese Steuer in ihren Produkten zu erheben. Der Staat fordert die vereinnahmte Umsatzsteuer folglich von den Unternehmen ein. Daher ist das Unternehmen verpflichtet ein Konto für die Umsatzsteuer zu erstellen... mehr lesen
 
 
 
 
D.   
 
Buchen von Anlagevermögen 
 
1.   
Kauf einer Anlage buchen 
In diesen Buchungen werden übliche Fälle dargestellt, die bei dem Kauf einer Anlage auftreten. Hierbei handelt es sich in der Regel um einen Aktiv-Aktiv-Tausch (z.B. bei einen Barkauf) oder um eine Aktiv-Passiv-Mehrung (z. B. bei einer Finanzierung). In der Bilanz wird hierbei auf der Aktiv Seite der Bereich des Anlagevermögens erhöht... mehr lesen
 
2.   
Kauf eines geringwertigen Wirtschaftsgutes buchen 
Geringwertige Wirtschaftsgüter  (GWG) können im Jahr ihrer Anschaffung vollständig als Betriebsausgabe gebucht werden, wenn ihre Anschaffungskosten 150,-€ nicht übersteigen. Dadurch müssen diese auf ein seperates Konto gebucht werden. Wirtschaftsgüter zwischen 150,01€ und 1.000,00€ Anschaffungskosten  werden in einen Sammelposten gebucht und über 5 Jahre abgeschrieben. Anlageabgänge beeinflussen hierbei nicht den Sammelposten... mehr lesen
 
3.   
Abschreibungen auf Anlagen buchen 
In diesem Abschnitt werden die allgemeinen Buchungen von Abschreibungen auf Sachanlagen aufgeführt. Abschreibungen sollen den Werteverzehr von Wirtschaftsgütern im Unternehmen abbilden. Sie sind zahlungsunwirksame Aufwendungen, die den Unternehmensgewinn senken... mehr lesen
 
4.   
Abschreibungen auf geringwertige Wirtschaftsgüter buchen 
Geringwertige Wirtschaftsgüter werden ebenfalls wie Abschreibungen für Sachanlagen gebucht. Je nach Behandlungsmethode der geringwertigen Wirtschaftsgüter kann im Jahr der Anschaffung eine Sofortabschreibung statt finden oder die Bildung eines Sammelpostens... mehr lesen
 
5.   
Verkauf von Anlagen buchen 
Hier werden die Buchungssätze der Anlagenverkäufe dargestellt, dabei werden auf die drei Möglichkeiten eines Anlageverkaufs eingegangen. Anlagenverkäufe können einen Verlust oder einen Ertrag für das Unternehmen als Folge haben... mehr lesen
 
 
 
 
E.   
 
Buchen von Warenein- und -verkäufen
 
1.   
Einkauf von Waren / Vorräte buchen
In dieser Rubrik werden die wesentlichen Buchungssätze vorgestellt, welche bei dem Einkauf von Waren oder Vorräte möglich sind. In den Beispielen wird immer von einen Wareneinkauf ausgegangen. Für Vorratsbuchungen muss das angebenen Wareneingangskonto gegen das entsprechende Aufwandskonto, wie zum Beispiel Aufwand für Rohstoffe, ersetzt werden... mehr lesen
 
2.   
Verkauf von Waren buchen
Analog zu den Buchungssätzen im Einkauf erfolgen die Buchungen für den Verkauf. In dem folgenden Buchungssätzen werden die allgemeinen Buchungssätze hierfür vorgestellt. Dabei wird in der Regel von einen Verkauf auf Rechnung ausgegangen. Für einen Barverkauf muss das entsprechende Forderungskonto gegen ein Kassenkonto ausgetauscht werden... mehr lesen
 
 
 
 
F.   
 
Personalbuchungen 
 
1.   
Buchen von Gehältern 
In dieser Kategorie werden die allgemeinen Buchungssätze von Gehältern aufgelistet. Die Berechnung von Löhnen und Gehältern können Sie im Fachartikel Lohn- und Gehaltsabrechnung nachlesen... mehr lesen
 
2.   
Buchen von Löhnen 
In diesen Artikel werden die Buchhungssätze für Lohnzahlungen vorgestellt. Die Berechnung von Löhnen und Gehältern können Sie im Fachartikel Lohn- und Gehaltsabrechnung nachlesen... mehr lesen
 
 
 
 
G.   
 
Buchen von Forderungsbewertungen 
 
1.   
Buchen von Zweifelhaften Forderungen 
In dieser Gruppe werden allgemeine Buchungssätze dargestellt, die anzuwenden sind, wenn eine Forderung komplett oder auch nur teilweise droht auszufallen. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn eine Kunde insolvent geht... mehr lesen
 
2.   
Buchen von Einzelwertberichtigungen (EWB) 
In dieser Kategorie werden die wesentlichen Buchungen von Einzelwertberichtigungen gezeigt. Zu dem die Abschreibungen sowie der nachträgliche Erlös von Forderungen. Diese Fälle treten ein, wenn davon auszugehen ist, dass kein Geldeingang auf die Forderung erwartet werden kann... mehr lesen
 
3.   
Buchen von Pauschalwertberichtigungen (PWB) 
In dieser Gruppe werden die allgemeinen Buchungssätze der Pauschalwertberichtigung (PWB) aufgezeigt. Die Buchhungssätze für Abschreibungen von Forderungen sind in der Gruppe Buchen von Einzelwertberichtigungen (EWB) erläutert und werden hier nicht weiter dargelegt, weil die Buchungen identisch sind... mehr lesen
 
4.   
Kombination von EWB und PWB 
Die beiden Bewertungverfahren Einzelwertberichtigung (EWB) und Pauschalwertberichtigung (PWB) können in einen Unternehmen kombiniert eingesetzt werden, dafür werden in dieser Gruppe die wesentlichen Buchungssätze gebildet... mehr lesen
 
 
 
 
H.   
 
Buchungen von Privateneinlagen und Entnahmen 
 
1.   
Buchen von Einlagen 
In dieser Kategorie werden die wesentlichen Buchungssätze von Privateinlagen dargestellt. Diese Buchungen beziehen sich auf Einzelunternehmen, in der Eigentümer aus seinen Privatvermögen Geld oder Gegenstände für das Unternehmen bereitstellt... mehr lesen
 
2.   
Buchen von Entnahmen 
Die Darstellung der Buchungssätze für Privatentnahmen erfolgt in diesem Artikel. Wie bei den Buchungen für Privateinlagen beziehen sich diese auch nur auf Einzelunternehmer. Hier  werden die häufigsten Fälle dargestellt, zum Beispiel die Entnahme von Geld und Gegenständen... mehr lesen
 
 
 
 
I.   
 
Buchen von Periodenabgrenzungen 
 
1.   
Buchen von aktiven Rechnungsabgrenzungen 
In dieser Gruppe werden die wesentlichen Buchungssätze der aktiven Rechnungsabgrenzungsposten  (ARAP) dargestellt. Die Rechnungsabgrenzungsposten werden gebildet um einen periodengerechten Erfolg zu ermitteln. Bei aktiven und passiven Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich um transitorische Posten. Transitorische Posten wurden im alten Jahr gebucht, aber deren wirtschaftlicher Einfluss ist im neuen Jahr... mehr lesen
 
2.   
Buchen von passiven Rechnungsabgrenzungen 
Buchungen der passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind von den Grundlagen her identisch mit den Buchungssätzen der aktiven Rechnungsabgrenzungsposten. Der wesentliche Unterschied ist die Abgrenzung. Der passive Rchnungsabgrenzungsposten (PRAP) dient der periodengerechten Verteilung von Erträgen im Gegensatz zum aktiven Rechnungsabgrenzungsposten (ARAP), welcher die periodenfremden Aufwendungen verbucht... mehr lesen
 
3.   
Buchen von sonstigen Forderungen 
In dieser Gruppe werden die wesentlichen Buchungssätze der sonstigen Forderungen dargestellt. Die sonstigen Forderungen werden gebildet um einen periodengerechten Erfolg zu ermitteln. Bei sonstigen Forderungen und Verbindlichkeiten handelt es sich um antizipative Posten. Antizipative Posten sind Erträge oder Aufwendungen, die im alten Jahr entstanden sind, aber deren Rechnungsstellung und Zahlung erst im neuen Jahr stattfindet... mehr lesen
 
4.   
Buchen von sonstigen Verbindlichkeiten 
Die sonstigen Verbindlichkeiten  werden gebildet um einen periodengerechten Erfolg zu ermitteln. Bei sonstigen Forderungen und Verbindlichkeiten handelt es sich um antizipative Posten. Antizipative Posten sind Erträge oder Aufwendungen, die im alten Jahr entstanden sind, aber deren Rechnungsstellung und Zahlung erst im neuen Jahr stattfindet... mehr lesen
 
 
 
 
J.   
 
Buchen von Rückstellungen 
 
1.   
Buchen von Einstellungen in Rückstellungen 
In dieser Gruppe werden die wesentlichen Buchungssätze vorgestellt, die bei der Bildung von Rückstellungen entstehen können. Unter Rückstellungen werden Aufwendungen, die zum Bilanzstichtag noch nicht genau bekannt sind, ausgewiesen. Hierbei ist bekannt, dass eine Verbindlichkeit auftreten kann, die ihre Ursache im abgelaufenen Geschäftsjahr hat, aber deren Höhe und Zeitpunkt unbekannt ist... mehr lesen
 
2.   
Buchen von Auflösungen aus Rückstellungen 
Das Auflösen von Rückstellungen kann zu verschiedene Ergebnissen führen. Für die Standardfälle werden im folgenden Artikel die Buchhungssätze vorgestellt.. Hierbei können folgende Fälle unterschieden werden. Zum Ersten ist eine Rückstellung zu hoch gebildet worden, so muss sie als Überhangs als Erlös verbucht werden. Zum Zweiten kann eine Rückstellung zu niedrig sein. Im letzten Fall kann die Rückstellung genau dem benötigten Betrag entsprechen... mehr lesen
 
 
 
 
K.   
 
Eröffnungs- und Abschlussbuchungen 
 
1.   
Eröffnungsbuchungen 
Um ein Wirtschaftsjahr zu eröffnen müssen alle Bestandskonten der Bilanz eröffnet werden. Das Gegenkonto dafür ist eine umgekehrte Bilanz und heißt Eröffnungsbilanzkonto (EBK). Bei einen Jahreswechsel muss die Schlussbilanz mit der Eröffnungsbilanz übereinstimmen... mehr lesen

2.   
Abschlussbuchungen 
Der Jahresabschluss erfordert das Abschließen aller Bestands- und Erfolgskonten. Das Gegenkonto für Bestandskonten ist die Schlussbilanz (SB) und die Erfolgskonten werden über das Konto Betriebsergebnis abgeschlossen. Das Betriebsergebnis wird anschließend mit dem Eigenkapital der Bilanz verrechnet... mehr lesen

Erstellt von Redaktion RWP am 16.09.2008
Bild:  © PantherMedia / Heiner Holdinghausen

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