Skonto in Kalkulation

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Skonto in Kalkulation
Hallo zusammen,

mein Name ist Lukas und habe mich hier neu angemeldet. :wink1:  Zwecks Selbständigkeit versuche ich meine alten Kenntnisse aus der Buchhaltung aufzufrischen.
Zur Angebotskalkulation habe ich mich an das übliche Schema gehalten:

Materialeinzelkosten
+ Materialgemeinkosten
= Materialkosten
Fertigungseinzelkosten
+  Fertigungsgemeinkosten
= Fertigungskosten
Materialkosten
+ Fertigungskosten
= Herstellungskosten
Herstellungskosten
+ Verwaltungsgemeinkosten
+  Vertriebsgemeinkosten
= Selbstkosten
Selbstkosten
+ Gewinn
= Barverkaufspreis
Barverkaufspreis
+ Skonto
+ Provision
= Zielverkaufspreis
Zielverkaufspreis
+ Rabatt
= Nettoverkaufspreis
Nettoverkaufspreis
+ Umsatzsteuer
= Bruttoverkaufspreis

Was ich hierbei nicht verstehe:
Der Kunde zieht den Skonto doch üblicherweise von Rechnungsbetrag (Brutto/Netto) ab. Warum wird der Skonto in der Kalkulation vor dem Rabatt eingerechnet?
So habe ich immer einen zu niedrigen Skonto aufgeschlagen.
Der Rabatt wird doch meistens auf Anfrage des Kunden gewährt, nach Erhalt des Angebotes. Ob Skonto in Anspruch genommen wird, entscheidet der Kunde.

Wo ist hier mein Denkfehler? :denk:
Wie wird der Skonto in der Praxis aufgeschlagen (in der Angebotskalkulation)?

Vielen Dank!

Gruß, Lukas
Ich glaub du verwechselst in der Betrachtung Brutto und Netto des Skontos. Wenn der Kunde 100€ zahlen soll (inkl. 19% USt), gewährst du Ihm  3% also 3€ Skonto. Diese 3€ beinhalten 19% USt.  In der Kalkulation hättest du nur 2,52€ Skontoaufschlag zu rechnen dürfen.
Danke für die Antwort. Wie rum man die Brutto/Netto rechnet macht am Ende keinen unterschied, wenn ich das richtig verstanden habe.

Ich möchte darauf hinaus das der Endbetrag ja den aufgeschlagenen Rabatt (ob gewährt oder nicht) beinhaltet, ich in der Kalkulation aber vor dem Rabatt den Skonto aufschlage.
So habe ich, im Fall das der Kunde keinen (oder nur einen Teil) Rabatt verlangt, zu wenig Skonto aufgeschlagen.


Beispiel (in Netto):

Materialeinzelkosten
+ Materialgemeinkosten
= Materialkosten
Fertigungseinzelkosten
+  Fertigungsgemeinkosten
= Fertigungskosten
Materialkosten
+ Fertigungskosten
= Herstellungskosten
Herstellungskosten
+ Verwaltungsgemeinkosten
+  Vertriebsgemeinkosten
= Selbstkosten
Selbstkosten
+ Gewinn
= Barverkaufspreis   100,00€
Barverkaufspreis      100,00€
+ Skonto 2%                 2,08€ (In-Hundert)
+ Provision 2%              2,08€ (In-Hundert)
= Zielverkaufspreis   104,16€
Zielverkaufspreis      104,16€
+ Rabatt 10%              11,57€ (In-Hundert)
= Nettoverkaufspreis 115,73€
Nettoverkaufspreis    115,73€
+ Umsatzsteuer
= Bruttoverkaufspreis

Kunde hat keinen Rabatt angefragt. Kunde erhält Rechnung und rechnet:
2% von 115,73€
=2,31€

Kalkuliert habe ich 2,08€, der Kunde konnte aber 2,31€ vom Rechnungsbetrag abziehen.
Das kann doch nicht Korrekt sein, oder?


Gruß, Lukas
Hallo,

meines Erachtens ist es richtig so. Die Höhe des Skontos ist tatsächlich abhängig davon, ob der Kunde den Rabatt (vollständig) in Anspruch nimmt oder nicht, genauso wie übrigens der Betrag, den Du netto vereinnahmst. In Deinem Beispiel sind das 115,71 € minus 2,31 € Skonto, also 113,40 €. Das sind ja auch 13,40 € nehr als Dein kalkulierter Barverkaufspreis.

Hugh, ich habe gesprochen!
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