Eigenkapital: Jahresüberschuss, gezeichnetes Kapital, Rücklagen

Das Eigenkapital (Dana Klempien)

Das Eigenkapital umfasst den Saldo zwischen Vermögen und Schulden. Es gliedert sich nach § 266 Abs. 3 HGB in folgende Unterposten auf: - Gezeichnetes Kapital - Rücklagen (Kapital- und Gewinnrücklagen) - Gewinnvortrag/ Verlustvortrag und Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag 1. Das gezeichnete Kapital Das gezeichnete Kapital ist das Haftkapital, dass die Gesellschaft als Sicherheit hinterlegen muss. Durch diese Einlagen müssen die Gesellschafter bei einer Aktiengesellschaft oder einer GmbH nicht mehr persönlich haften. Die Einlagen dienen als Sicherheit für die Gläubiger, falls das Unternehmen insolvent gehen sollte. mehr lesen

Rücklagen: Kapitalrücklage und Gewinnrücklage (Dana Klempien)

Rücklagen sind für bestimmte Zwecke zurückgelegte Gewinne, die (im Gegensatz zu Rückstellungen ) dem Eigenkapital zugeordnet werden. Sie werden aus reiner Vorsicht gebildet, um bestimmte Risiken extra abzusichern, wie z.B. Verluste durch Gewinnrücklagen.   Nach § 152 Abs. 2, 3 AktG müssen Aktiengesellschaften die Entwicklung ihrer Rücklagen in der Bilanz oder im Anhang angeben. Diese Vorschrift gilt für alle Rücklagen, so dass es sinnvoll ist, einen Rücklagenspiegel zu führen, in dem der Stand des Vorjahres, der Jahresüberschuss bzw. -fehlbetrag, die Einstellungen und die Entnahmen der einzelnen Rücklagenarten und der neue Stand am Stichtag vermerkt sind, so dass eine Bewegung zu erkennen ist. mehr lesen

Top Begriffe


Fachbeiträge

Eigenkapitalerhöhung durch BilMoG (Wolfgang Neumann)

Eigenkapitalerhöhung durch Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit dem Beispiel selbst geschaffener Software nach HGB durch Einführung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG). Die Entwicklungsaufwendungen von Personal- und Sachkosten... mehr lesen

Gewinnausschüttung (Alexander Wildt)

Unter Gewinnausschüttung versteht man den Anteil des Gewinns einer Gesellschaft, der Gesellschafter nach dem Gesetz bzw. dem Gesellschaftsvertrag ausgezahlt wird. Das sind die Auszahlung von Gewinnanteilen an GmbH-Gesellschafter oder auch die Zahlung von Dividenden an Aktionäre einer Aktiengesellschaft.... mehr lesen

Offene Rücklagen (Alexander Wildt)

Offene Rücklagen müssen von Kapitalgesellschaften angelegt und entsprechend in der Bilanz als Gewinn- und Kapitalrücklagen ausgewiesen werden. Bei Einzel- und Personengesellschaften werden diese Posten nicht gebildet, weil dort der Gewinn direkt auf das Eigenkapital gebucht wird. mehr lesen

Stille Rücklagen (Stille Reserven) (Alexander Wildt)

Stille Reserven sind Kapitalrücklagen, die durch Überbewertungen von Verbindlichkeiten und Unterbewertung von Sachanlagen entstehen können. Sie dürfen in einem Unternehmen nicht bilanziert werden und können sowohl bei Kapitalgesellschaften als auch bei Personengesellschaften auftreten.  ... mehr lesen

Verdeckte Einlagen (Wolff von Rechenberg, Alexander Wildt)

Welche Einlage ein Gesellschafter zum Vermögen einer Kapitalgesellschaft beisteuert, regelt ein Gesellschaftervertrag. Jede weitere Einlage ist eine verdeckte Einlage. Doch worin kann eine verdeckte Einlage bestehen? Und was folgt daraus für das Unternehmen und den Gesellschafter? Was ist eine... mehr lesen

Verdeckte Gewinnausschüttung (Wolff von Rechenberg / Alexander Wildt)

Eine verdeckte Gewinnausschüttung liegt vor, wenn eine Kapitalgesellschaft einem Gesellschafter Zuwendungen zukommen lässt, die nicht der vereinbarten Gewinnverteilung entsprechen und die ein Außenstehender nicht angeboten bekäme.   Wenn ein Gesellschafter einer Kapitalgesellschaft... mehr lesen

Gründungskosten buchen (Enrico Reimus, Wolff von Rechenberg, Alexander Wildt)

Die Gründung eines eigenen Unternehmens ist mit verschiedenen Kosten verbunden. Dazu zählen etwa Gebühren für Anmeldungen, Genehmigungen oder Handelsregistereintrag, Kosten für Notar, Beratungsleistungen sowie Weiterbildungen u.Ä. Es handelt sich dabei um Aufwendungen, die einmalig auftreten... mehr lesen

Erfolgskonten (Anna Werner)

Erfolgskonten sind die „Unterkonten des Eigenkapitals" - sie dienen zur Gewinnermittlung. Auf Erfolgskonten werden ausschließlich erfolgswirksame Geschäftsvorfälle erfasst, z.B. Bankabbuchungen von Zinsen oder Mieten, Personalkosten, Werbungskosten. Erfolgswirksame Vermögensänderungen könnten... mehr lesen

Buchung von Dividenden (Anna Werner)

Die Dividende ist ein ausgeschütteter Teil des Gewinns einer Aktiengesellschaft an ihre Aktionäre. Dabei sind die Brutto-, die Bar- und die Nettodividenden zu unterscheiden. Unter einer Bruttodividende (veröffentlichte Dividende) wird der von der Aktiengesellschaft ausgeschüttete Gewinn vor Abzug... mehr lesen

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