Rechnungswesen Grundlagen

Doppik (doppelte Buchführung) (Alexander Wildt)

Doppik ist eine Abkürzung und steht für doppelte Buchführung in den Konten "Soll und Haben". Die doppelte Buchführung schafft die Möglichkeit, relativ schnell den Vermögens- und Schuldenstand eines Unternehmens einzusehen. Dafür müssen alle Geschäftsvorfälle mit Belegen erfasst und mindestens auf zwei Konten verbucht werden.  Die Erfolgsermittlung der Unternehmen erfolgt dabei durch eine Gewinn- und Verlustrechnung sowie über einen Vermögensvergleich. Die doppelte Buchführung wird fast immer angewandt und ist vorgeschrieben. Die einfache Buchführung darf von Kleingwerbebetreibenden angewandt werden, die mit einer Einnahmenüberschussrechnung abrechnen dürfen.  Bei der doppelten Buchführung wird auf verschiedenen Konten gebucht. Für mittlere und große Unternehmen werden diese Konten in einem sogenannten Kontenplan vorgegeben. Diese Kontenpläne werden aber zunehmend auch von kleinen Unternehmen genutzt. Die Buchung auf Konten erfordert die Führung von entsprechenden... mehr lesen

Buchungssätze - Grundlagen einfach erklärt (Alexander Wildt)

Im System der doppelten Buchführung werden alle Transaktionen des Unternehmens erfasst. Dabei werden mindestens zwei Konten angesprochen. Jede Buchung benötigt mindestens ein Soll- und ein Habenkonto, das bei einem Geschäftsvorfall angesprochen wird. Die allgemeine Formulierung des Buchungssatzes lautet "Soll an Haben". Diese Formulierung zeigt, dass alle Konten mit dem jeweiligen Wert, die im Soll bebucht werden vor dem Wort "an" aufgelistet werden und alle Konten, die auf der Habenseite bebucht werden nach dem "an" stehen. Im Folgenden wird ein Beispiel gezeigt bei dem eine Bareinzahlung aus der Firmenkasse auf ein Firmenkonto vorgenommen wird. Der Betrag ist 50,- €. A. Buchungssätze  Der Buchungssatz lautet: 1. Bank 50,- € an Kasse 50,- €  Die Buchungen erfolgen auf sogenannten T-Konten, welche auf ihrer linken Seite die Soll-Positionen enthalten und auf der rechten Seite die Haben-Positionen. In der nachfolgenden Abbildung wird der obengenannte Buchungssatz... mehr lesen

Top Begriffe


Fachbeiträge

Buchungssätze: Übersicht von A bis Z (Redaktion RWP)

In diesem Glossar finden Sie viele wichtige Buchungssätze, die den Buchhalter den Arbeitsalltag erleichtern sollen. Jeder Begriff ist auf einer Detailseite, die Sie durch einen Klick auf den gewünschten Begriff erreichen, näher erläutert und mit weiterführenden Webtipps und Literaturhinweisen ergänzt. Gern... mehr lesen

ABC der Bilanzierung (Redaktion RWP)

In diesem Glossar finden Sie die wichtigsten Begriffe aus dem Themenbereich Bilanzierung. Jeder Bilanzbegriff ist auf einer Detailseite, die Sie durch einen Klick auf den gewünschten Begriff erreichen, näher erläutert und mit weiterführenden Webtipps und Literaturhinweisen ergänzt. Gern ergänzen... mehr lesen

Inventur (Dana Klempien, Günther Wittwer)

Mit einer Inventur wird der Bestand des Vermögens und der Schulden zu einem bestimmten Zeitpunkt wertmäßig durch eine körperliche Bestandsaufnahme festgestellt.  Inventur des Anlagevermögens  Das Anlagevermögen stellt bei einer körperlichen Bestandsaufnahme eine besondere... mehr lesen

Buchführungspflicht (Bilanzierung) oder Einnahmen-Überschuss-Rechnung für Online-Händler? (Mathias Kahlke)

Zur Buchführung ist ein Onlinehändler dann verpflichtet, wenn er bestimmte Grenzen überschreitet. Grundsätzlich unterscheidet man die Buchführungspflicht nach dem Steuergesetz (§ 141 Abgabenordnung - AO) und die Buchführungspflicht nach anderen Gesetzen (§ 140 AO). Sie haben eine Aufforderung zur Umstellung... mehr lesen

Gliederung der Bilanz nach HGB, IAS und US-GAAP (Dana Klempien)

1. Schema der HGB-Bilanz Die Gliederung ist ausführlich im HGB §266 (2) und (3) dargestellt. Deshalb wird hier nur ein Grundschema der Gliederung der Bilanz aufgeführt. Sie teilt sich in Aktiva und Passiva und gibt damit dem Leser Auskunft über die Mittelverwendung auf der Aktivseite und über... mehr lesen

Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung (GoB) (Dana Klempien)

Die Bücher des Kaufmanns und der Jahresabschluss müssen laut §238 und §243 HGB den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung entsprechen. Demnach ist es wichtig festzustellen, was diese Grundsätze sind. Es werden entsprechend ihrer Anwendung drei Arten von Grundsätzen unterschieden: 1. Grundsätze ordnungsmäßiger... mehr lesen

Anforderungen an eine Rechnung (Alexander Wildt)

Gemäß den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung gilt, dass keine Buchung ohne Beleg zu erfolgen hat. Einer der häufigsten Belege ist die Rechnung. Für ein Unternehmen bildet dieses Dokument häufig auch die Grundlage für den Vorsteuerabzug. Damit Rechnungen vom Finanzamt anerkannt werden, müssen diese... mehr lesen

Aufbewahrungsfristen für Geschäftsunterlagen (Günther Wittwer)

Nach den Vorschriften des HGB sind folgende Aufbewahrungsfristen festgelegt:  1. Handelsbücher, Inventare, Eröffnungsbilanzen, Jahresabschlüsse, Buchungsbelege (Rechnungen, Quittungen, Postgiro-und Bankbelege), Lageberichte sind 10 Jahre aufzubewahren.  2. Für empfangene Handelsbriefe,... mehr lesen

Beruf: Buchhalter (Alexander Wildt)

1. Allgemeines zum Buchhalter Buchhalter sind im Unternehmen für die Verbuchung anfallender Geschäftsvorfälle verantwortlich. Sie übernehmen unter anderem das Buchen der Erträge und Aufwendungen, das Bearbeiten der Lohn- und Gehaltsabrechnung oder bearbeiten Steuersachverhalte. Mit ihrer Arbeit bilden... mehr lesen

Höchstwertprinzip (Redaktion RWP, Günther Wittwer)

Das Höchstwertprinzip gibt den Bewertungsmaßstab für Verbindlichkeiten in der Bilanz vor und leitet sich aus dem Vorsichtsprinzip ab. "In Analogie zum strengen Niederstwertprinzip bei Forderungen jedoch sind Verbindlichkeiten bei Erhöhung des Rückzahlungsbetrages zu dem entsprechenden höheren Wert... mehr lesen

Niederstwertprinzip (Annette Witzenhausen)

Das Niederstwertprinzip (engl. principle of the lower of cost or market) ist eine Bewertungsvorschrift für Vermögensgegenstände und wird im Handelsgesetzbuch (HGB) unter dem Abschnitt Bewertungsvorschriften in § 253 geregelt. Aus diesem Bewertungsgrundsatz lassen sich die anzusetzenden Werte... mehr lesen

Realisationsprinzip (Redaktion RWP)

Das Realisationsprinzip gehört zu den GoB und folgt dem Grundsatz der periodengerechten Gewinnermittlung, indem es besagt, dass sämtliche Gewinne aus der laufenden Geschäftstätigkeit immer erst dann bilanziert werden dürfen, wenn sie auch tatsächlich realisiert wurden. Die bloße Annahme eines zukünftigen... mehr lesen

Digitalisierung im Rechnungswesen (Dr. Helmut Siller)

1. Ausgangslage und Problemstellung Die digitale Transformation geht im Rechnungswesen vor allem mit zunehmender Automatisierung der Abläufe einher. Dem Arbeitgeber geht es um Einsparungspotenziale bei den Arbeitsplätzen. Schätzungen zufolge läuft in Österreich und Deutschland rund die Hälfte... mehr lesen

Privat (Günther Wittwer)

1. Privatentnahmen Während eines Geschäftsjahres kann der Inhaber eines Einzelunternehmens oder als Komplementär (Vollhafter) einer Personengesellschaft für seinen Lebensunterhalt Geldentnahmen, Entnahmen von Gegenständen für private Zwecke und private Verwendung von Betriebsgegenstände aus dem... mehr lesen

Rentabilität

Die Rentabilität ist eine der wichtigsten Kennzahlen zur Beurteilung des wirtschaftlichen Erfolges eines Unternehmens, in dem der Gewinn in Relation zum eingesetzten Kapital (Investment) gesetzt wird. 2. Rentabilitätskennzahlen In der Praxis lassen sich verschiedene Rentabilitätskennziffern... mehr lesen

Lohn

Der Lohn ist im engeren Sinne das Arbeitsentgelt der Arbeiter in Abgrenzung zum Gehalt der Angestellten. Im weiteren Sinne die Vergütung der Arbeitsleistungen aller Arbeitnehmer. Der Lohn ist für die Arbeitnehmer Einkommen, dagegen für den Arbeitgeber Personalaufwendungen. Der Lohn erfolgt... mehr lesen

GoBD (Günther Wittwer)

1. Grundlagen Die Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff (kurz: GoBD) beinhaltet die Rechte und Pflichten im Umfang mit digitalen Buchführungsdaten. 2. Geltungsbereich Die GoBD ... mehr lesen

Kundenskonto (Günther Wittwer)

1. Grundlagen Der Skonto gehört zum Barzahlungsrabatt, der entweder dem Abnehmer einer Handelsware oder dem Empfänger einer Lieferung oder Leistung innerhalb einer festgelegten Zeitspanne (Skontofrist) gewährt wird. Der Abnehmer (Kunde) einer Handelsware wird auf Grundlage einer Ausgangsrechnung... mehr lesen

Kundenboni (Günther Wittwer)

1. Grundlagen Der Bonus ist ein Nachlass, der bei Erreichen bestimmter Umsatzgrenzen nachträglich gewährt wird. Ein Bonus führt als nachträgliche Entgeltkorrektur zu einer Umsatzsteuerkorrektur. 2. Buchhaltungstechnische Abwicklung Die Gewährung eines Kundenbonus bewirkt eine Minderung... mehr lesen

Jahresabschluss der Personengesellschaften (Günther Wittwer)

A. Abschluss der Offenen Handelsgesellschaft (OHG) 1. Haftung Die Gesellschafter der OHG haften unbeschränkt, unmittelbar und solidarisch. Die unbeschränkte Haftung bedeutet, der Gesellschafter haftet nicht nur mit seinem Gesellschaftsvermögen, sondern auch mit seinem Privatvermögen. Bei... mehr lesen

Haben (Günther Wittwer)

1. Grundlagen Haben ist die rechte Seite eines Kontos, auf welcher Gutschriften bei Bestandskonten, bzw. bei Erfolgskonten die Erträge ausgewiesen sind. Der Gegensatz wäre Soll, die linke Seite eines Kontos. Soll Darlehen Haben Linke Seite ... mehr lesen

Großhandelskontenrahmen (GKR) (Günther Wittwer)

1. Grundlagen Der Großhandelskontenrahmen (GKR) ist ein für den Groß-und Außenhandel speziell entwickelter Kontenrahmen, der sich von deren anderen Kontenrahmen unterscheidet, wie z.B. Industrie-oder Einzelhandelskontenrahmen. Der Groß-und Außenhandelskontenrahmen (GKR) richtet sich im Kern... mehr lesen

10 Tipps für E-Mails nach Vorgaben der GoBD (Wolff von Rechenberg)

Wie E-Mails laut GoBD zu verarbeiten und zu archivieren sind, erklärt ein Leitfaden mit 10 Merksätzen. Herausgeber sind der Verband elektronische Rechnung (VeR) und der IT-Branchenverband Bitkom. In den "Grundsätzen zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen... mehr lesen

Anforderungen an eine Quittung (Wolff von Rechenberg)

Bei kleinen Beträgen reicht die Quittung als Beleg aus. Erweist sich eine Quittung jedoch als falsch ausgestellt, kann das zum Verlust des Vorsteuerabzugs führen – und zu Steuernachforderungen vom Finanzamt. Das sollten Unternehmen, Selbstständige Freiberufler – aber auch Privatleute – über die Quittung... mehr lesen

Minijob-Ratgeber: Geringfügige Beschäftigung (Wolff von Rechenberg)

Für kleinere Arbeiten, die keine fachliche Qualifikation erfordern, bieten sich Minijobs an. 450 Euro darf ein geringfügig Beschäftiger im Monat verdienen. Für Minijobs gelten strenge Regeln, die ein Unternehmer kennen und befolgen sollte. Man nennt sie Minijobber oder Aushilfen. Der Gesetzgeber... mehr lesen

Erhalt /Verkauf von Waren aus/an Drittland buchen (Anna Werner)

In dieser Kategorie werden die wesentlichen Buchungssätze dargestellt, die im Zusammenhang mit dem Warenhandel von Unternehmen mit Drittländern entstehen können. mehr lesen

Steuerliche Aufzeichnungspflicht für Einnahmen-Überschuss-Rechnung (Anna Werner)

Die Steuerpflichtigen, die ihren Gewinn nach § 4 Abs. 3 EStG durch den Überschuss der Betriebseinnahmen über die Betriebsausgaben berechnen, muss die Einnahmen-Überschuss-Rechnung nach amtlichem Datensatz durch Datenfernübertragung übermitteln werden. Für die Datenübermittlung wurde das Formular „Anlage... mehr lesen

Wer darf Gewinn nach der Einnahme-Überschuss-Rechnung ermitteln? (Anna Werner)

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, den steuerlichen Gewinn zu ermitteln: - Buchführung mit Jahresabschluss (Bilanzierung), - nach den Regeln der Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR). Die Einnahme-Überschuss-Rechnung ist eine vereinfachte Methode, nach... mehr lesen

ABC der Kontierungen Teil III Aufgaben und Lösungen im Bereich Rechnungswesen (Günther Wittwer)

6. Aufgabe: Unentgeltliche Sachanlagen  Für die Herstellung der Einsatzteile für die Trennsägemaschinen Modell 2020 wird eine neue Produktionsmaschine von den Arbeitnehmern der Ramstein GmbH selbst erstellt.  Am 31. Dezember 2012 ist die Produktionsmaschine fertig gestellt. Es sind ... mehr lesen

ABC der Kontierungen Teil III mit neuen Aufgaben und Übungen (Günther Wittwer)

Im dritten Teil des ABC für Kontierungen erhalten Sie neue komplexe Aufgaben, neben dem Aufstellen von Buchungssätzen stehen Ihnen ebenfalls Übungen zur Bewertung von Forderungen oder Ermittlung von Anschaffungskosten zur Verfügung. Natürlich können Sie Ihre Lösung jederzeit mit den Musterlösungen... mehr lesen

Privatkonten: Privatentnahmen und Privateinlagen (Anna Werner)

Es kommt häufig vor, dass der Geschäftsinhaber bei Bedarf Geld oder Sachen aus seinem Unternehmen entnimmt oder aus seinem Privatvermögen in das Unternehmen einbringt. Dabei handelt es sich um Privatentnahmen und Privateinlagen, die das Eigenkapital reduzieren bzw. erhöhen (§ 4 Abs.1... mehr lesen

Future-Kontrakte: Bedeutung und bilanzielle Behandlung nach HGB (Anna Werner)

Futures sind standardisierte börsengehandelte Termingeschäfte. Zusammen mit Forwards, Optionen und Swaps bilden sie den Kreis der Kernderivate. Future-Kontrakte Future-Kontrakte stellen eine vertragliche Vereinbarung dar, die das Recht und die Pflicht beinhaltet, eine standardisierte Menge... mehr lesen

Übereinstimmungen und Unterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz nach BilMoG (Anna Werner)

[Stand: 2012] Bis zur Einführung des BilMoG konnten Handels- und Steuerbilanz zwar übereinstimmen, mussten jedoch nicht. Für Zwecke der Veröffentlichung, Bankenpräsentation sowie der Steuerfestsetzung war es möglich, identische Bilanzen zu erstellen. Aufgrund der speziell steuerrechtlichen Bilanzierungsvorschriften,... mehr lesen

Entgeltfortzahlung / Lohnfortzahlung im Krankheitsfall (Anna Werner)

Arbeitnehmer haben bei einer unverschuldeten Arbeitsunfähigkeit infolge von Krankheit für die Dauer von bis zu sechs Wochen (42 Kalendertage) einen Anspruch auf Entgeltfortzahlung (§ 3 Abs. 1 EntgFG). Die Regelungen des Entgeltfortzahlungsgesetzes gelten gleichermaßen für alle Arbeitnehmer. Die... mehr lesen

Verlegte Inventur (Sarah Depold)

Die verlegte Inventur, auch zeitverschobene Inventur, wird als Inventurvereinfachungsverfahren in § 241 (3) HGB als auch R. 5.3 (1) EStR näher beschrieben. Ist die Inventur auf Grund sehr großer Bestände zum Bilanzstichtag nicht möglich oder sind die Bedingungen für die permanente... mehr lesen

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